Für ihr Selfstorage-Franchise hat die Freiburger Marke PANDABOX eine eigene Lizenzgesellschaft gegründet. Neun Standorte mit über 1.000 Lagereinheiten stehen bereits in Südbaden. Wer Partner werden will, braucht vor allem eines: eine geeignete Gewerbeimmobilie. Eigenes Personal ist im Franchise-Modell optional.
Am 10. Januar 2025 trug das Amtsgericht Freiburg die Panda Box GmbH ein, Stammkapital 25.000 Euro, Geschäftsführer ist Michael Pogerth. Der Unternehmensgegenstand ist eng gefasst: das Halten von Rechten, insbesondere von Lizenzen, und deren Vergabe im Rahmen des Franchisings. Die Gesellschaft betreibt also selbst keine Lager, sie vergibt die Marke. Im Juli 2025 kam die eingetragene Wortmarke PANDABOX hinzu. Die operativen Wurzeln liegen in der Logistik: Pogerth führt in Freiburg auch ein Umzugsunternehmen.
PANDABOX: neun Standorte in drei Formaten
Das Netz zählt derzeit neun Standorte mit über 1.000 Lagereinheiten: fünf in Freiburg, je einer in Breisach am Rhein, Kenzingen, Waldkirch und Weil am Rhein. Für Firmenkunden kommen drei BUSINESSPARK-Adressen in Freiburg hinzu.
Bemerkenswert ist die Formatstaffel. Die Marke unterscheidet zwischen City Store, Urban Store und Regio Store. Für Franchise-Interessierte ist das die eigentlich relevante Information: Das Format bestimmt Flächenbedarf, Lage und damit die Höhe der Investition. Wer eine kleinere Immobilie in einer Mittelstadt anbietet, landet in einer anderen Kategorie als jemand mit einer Fläche in Bahnhofsnähe.
Das Rechenmodell hinter der Lagerbox
Am neuen City Store in der Freiburger Lehener Straße kostet eine Box von einem Quadratmeter 49,50 Euro im Monat, fünf Quadratmeter liegen bei 179,50 Euro, 6,5 Quadratmeter bei 229,50 Euro. Es handelt sich um Neueröffnungspreise, für Firmen zuzüglich Mehrwertsteuer.
Erlös je Quadratmeter und Monat, gerechnet auf die 5-Quadratmeter-Box am Standort Freiburg Lehener Straße. Selfstorage erzielt damit ein Vielfaches klassischer Gewerbemieten je Quadratmeter.

Dazu kommt ein Kostenvorteil, der das Modell für Franchisenehmer:innen trägt: Die Standorte laufen digital. Mieter:innen öffnen ihre Box rund um die Uhr per App oder PIN-Code, die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat. Der Standort Lehener Straße ist nach Angaben des Unternehmens personell gar nicht besetzt.
Die Eintrittsvoraussetzung ist eine Immobilie, kein Lebenslauf
„Die wichtigste Voraussetzung ist eine geeignete Gewerbeimmobilie“, schreibt der Franchisegeber auf seiner Partnerseite. Das unterscheidet das Konzept von fast allen Systemen, die wir sonst vorstellen: Gefragt ist nicht Branchenerfahrung, sondern eine Fläche. Wer möchte, kann zusätzlich die komplette kaufmännische Abwicklung über die Zentrale buchen und braucht dann kein eigenes Personal.
Die Systemleistungen setzen entsprechend früh an. PANDABOX unterstützt bei der Planung des Innenausbaus mit Trennwandsystemen und Lichtplanung, bei Toren und Fassaden sowie beim Sicherheitskonzept aus Brandschutz, Schließ- und Überwachungssystem. Im laufenden Betrieb kommen Callcenter, Buchungssystem, Website, Dokumentvorlagen, Marketingmaterial und Schulungen hinzu. Das Partnernetz nennt die Marke PANDABOSS-Community. Was ein Franchisevertrag allgemein regelt, lesen Sie in unserem Leitfaden Wie werde ich Franchisenehmer?
Gut zu wissen:
Weil die Immobilie das Nadelöhr ist, verschiebt sich die Prüfung: Statt Gastro- oder Handelserfahrung zählen Lage, Deckenhöhe, Zufahrt, Brandschutz und Baugenehmigung. Diese Punkte gehören in das erste Gespräch, bevor über Gebühren geredet wird.
Wie Interessierte an Informationen kommen
Die Marke bietet zwei Wege an: ein unverbindliches Beratungsgespräch per Telefon oder Teams und ein Franchise-Infopaket zum Anfordern. Der direkte Draht läuft über die Adresse franchise@pandabox.de. Konkrete Zahlen zu Eintrittsgebühr, laufenden Gebühren und Gesamtinvestition nennt die Website bislang nicht.
Interessant wird die nächste Etappe. Bisher liegen alle Standorte in Südbaden, dem Heimatmarkt der Gruppe. Ob PANDABOX den Sprung in eine andere Region schafft, zeigt sich am ersten Partnerstandort außerhalb des Dreiecks Freiburg, Hochrhein und Kaiserstuhl. Wer eine passende Fläche hat, ist damit derzeit in einer guten Verhandlungsposition.











