Der Systemgastronom Maximilian Kammel führt bereits zehn Betriebe in der Oberpfalz und in Niederbayern. Jetzt steigt er als Franchisepartner bei Fat Monk, Deli Bowls ein und eröffnet den ersten Standort in Regensburg. Für das österreichische Bowl-Konzept ist es der Schritt aus dem Münchner Ballungsraum heraus in die bayerische Fläche.
Hinter der deutschen Expansion von Fat Monk steht die StarDev SE aus Taufkirchen bei München. Die Gesellschaft entwickelt internationale Franchise-Marken im deutschsprachigen Raum und betreut neben dem Bowl-Konzept auch fit20, SONNENTOR und Waffle Factory. Fat Monk startete 2018 in Österreich, gegründet von Josef Donhauser, und zählt nach eigenen Angaben heute 15 Standorte in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und München.
Maximilian Kammel: zehn Betriebe als Startkapital für Regensburg
Kammel betreibt nach Angaben von StarDev bereits zehn systemgastronomische Betriebe in der Oberpfalz und in Niederbayern. Welche Marken das sind, nennt die Mitteilung nicht. Der Zuschnitt ist trotzdem eindeutig: ein Multi-Unit-Unternehmer, der Schichtplanung, Standortsuche und Personalbeschaffung beherrscht, bevor die erste Bowl über den Tresen geht.
Für einen Franchisegeber ist dieses Profil die risikoärmere Variante. Der Partner bringt Strukturen mit, die Erstgründer:innen erst aufbauen müssen. Und er kann eine Region in mehreren Schritten besetzen, statt bei einem einzelnen Standort stehen zu bleiben.
Fat Monk: ein kompaktes Format ohne Fritteuse
Das Konzept setzt auf frisch zusammengestellte Bowls, standardisierte Rezepturen und eine kleine Küche. Weder Fritteuse noch Fettabscheider sind nötig, was die Anforderungen an die Immobilie senkt und Flächen in Passagen, Bahnhöfen und Food-Courts erschließt. Die Zubereitung dauert nach Herstellerangaben unter einer Minute.
Hinter der Marke steht die österreichische DoN group, die ihren Umsatz für 2024 mit 170 Millionen Euro angibt und auch Vapiano in Österreich betreibt. Kammel begründet seine Entscheidung mit der Positionierung der Marke und mit der Vorgeschichte zu StarDev.
„Fat Monk, Deli Bowls ist für mich eine moderne Marke, die sehr gut den Puls der Zeit trifft. Die Nachfrage nach frischen, schnellen und gleichzeitig bewussten Essensangeboten ist deutlich spürbar”, erklärt Maximilian Kammel, Franchisepartner.
Gut zu wissen: die Konditionen
Fat Monk veröffentlicht keine Franchisekonditionen. Branchenportale nennen eine Gesamtinvestition von rund 160.000 Euro und einen Eigenkapitalbedarf zwischen 30.000 und 60.000 Euro, je nach Portal.
Systemgastronomie wächst, die Gastronomie insgesamt nicht
Der Zeitpunkt des Einstiegs passt zur Marktlage. Die deutsche Systemgastronomie setzte 2025 rund 36 Milliarden Euro um und legte um +4 % zu, während die Individualgastronomie nur +1 % erreichte. (Quelle: BdS, Datenbasis Circana CREST)
So hoch ist der Anteil der Systemgastronomie am gesamten deutschen Außer-Haus-Markt von 88,6 Milliarden Euro (Quelle: Bundesverband der Systemgastronomie, 2025).

Das Gesamtbild bleibt schwierig. Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Umsätze im Gastgewerbe real 5,2 % unter dem Vorjahr. (Quelle: Destatis, August 2026) Wer heute expandiert, tut das gegen einen schrumpfenden Markt, mit standardisierten Abläufen als Argument.
Was in Bayern als Nächstes ansteht
Ein Eröffnungstermin für Regensburg steht noch nicht fest, ebenso wenig die Adresse. Parallel läuft in München der vierte Standort an: Für eine Fläche im Arabellapark ist seit Juli ein Mietvertrag unterzeichnet, ein weiterer bayerischer Standort befindet sich laut StarDev in fortgeschrittener Planung.
Als Zielmärkte definiert der Development-Partner Städte ab 50.000 Einwohner:innen. Interessierte Unternehmer:innen können sich beim Discovery Day am 27. September 2026 in München ein Bild machen und dort mit bestehenden Partner:innen sprechen. Wie schnell Fat Monk den Sprung über Bayern hinaus schafft, wird sich an den nächsten Lizenzvergaben ablesen lassen.
Auch andere internationale Konzepte suchen derzeit den deutschen Markt über Partnermodelle, etwa Taco Bell mit seiner Franchise-Offensive.
Häufige Fragen zum Fat-Monk-Franchise
Die deutsche Präsenz beschränkt sich bislang auf München mit drei eröffneten Standorten in der Kaufingertor Passage, am Stachus und in den Pasing Arcaden. Ein vierter Standort im Arabellapark ist angemietet. Regensburg wird der erste Standort außerhalb Münchens.
Die Marke gibt an, keine Gastronomieerfahrung vorauszusetzen, und richtet sich ausdrücklich auch an Erstgründer:innen. Parallel spricht StarDev gezielt Gastronom:innen und Multi-Unit-Betreiber:innen an, wie der Einstieg von Maximilian Kammel zeigt.











