Die Münchner Franchise-Marke Pommes Freunde will ihr Netz in Österreich von zwei auf 20 bis 30 Standorte ausbauen, mit rund fünf Eröffnungen pro Jahr. Seit dem 1. August 2026 steuert Bernhard Kloucek die Standortsuche vor Ort. Für Franchisepartner:innen öffnet das ein Gebiet, das bisher praktisch unbesetzt war.
Ein Markteintritt ist das nicht. Der erste Wiener Store eröffnete im Februar 2023 am Franz-Josefs-Kai auf rund 150 Quadratmetern, der zweite folgte im Juli 2024 in der Shopping City Süd in Vösendorf. Danach blieb es still. In Deutschland zählt das Fast-Food-Franchise-Unternehmen dagegen 52 Standorte und 24 Franchisepartner:innen. (Quelle: DFV) Jetzt soll Österreich nachziehen.
Von zwei auf 30 Standorte: der Fahrplan für Österreich
Der Plan setzt auf die Ballungsräume. Zuerst Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck, danach weitere Landeshauptstädte. In drei bis fünf Jahren soll dort ein belastbares Netz stehen.
„Mit unserem ersten Standort in Wien haben wir wichtige Erfahrungen gesammelt und gesehen, dass Pommes Freunde auch in Österreich funktioniert“, erklärt Sebastian Petz, Gründer und Geschäftsführer von Pommes Freunde. Wachsen will das System über Franchise, nicht über eigene Betriebe. Ein Master-Franchise für das Land ist nicht vorgesehen.
Standorte peilt Pommes Freunde langfristig in Österreich an, bei rund fünf Neueröffnungen pro Jahr. Aktuell sind zwei Stores in Betrieb, beide im Großraum Wien.

Bernhard Kloucek übernimmt die Standortsuche vor Ort
Erstmals baut das System eine eigene lokale Struktur auf. Der 57-jährige Bernhard Kloucek verantwortet seit dem 1. August 2026 die Expansion in Österreich und wird zentraler Ansprechpartner für Immobilieneigentümer, Projektentwickler, Center-Betreiber und Makler.
Die Aufgaben sind klar geteilt: Kloucek führt die Flächenverhandlungen bis zum Vertragsabschluss, das Franchise-Team um Lea Kirchhof gewinnt und betreut die Partner:innen, das Operations-Team übernimmt das Onboarding. „Mein Anspruch ist deshalb nicht, möglichst schnell möglichst viele Flächen zu vermitteln“, betont Bernhard Kloucek, verantwortlich für die Expansion in Österreich. „Wir wollen gemeinsam ein Standortnetz entwickeln, das langfristig funktioniert.“
Was der Einstieg als Franchisepartner:in kostet
Gegründet 2009 in München, vergibt das System seit 2016 Franchiselizenzen. Der Netto-Systemumsatz lag 2023 bei über 33 Millionen Euro, ein Zuwachs von +33 % gegenüber dem Vorjahr. Aktuellere Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Die Flächen bleiben klein und damit finanzierbar: von rund 25 Quadratmetern im Foodcourt des Münchner Flughafens bis etwa 180 Quadratmeter in Marl. Gesucht werden Fußgängerzonen, Bahnhöfe, Shoppingcenter, Flughäfen und Foodcourts, dazu ein mobiler Foodtrailer.
Gut zu wissen: die Pommes-Freunde-Konditionen
Erwartet wird Eigenkapital von 40.000 Euro. Die Einstiegsgebühr beträgt 14.950 Euro, ab dem zweiten Store 7.950 Euro. Dazu kommen eine laufende Gebühr von 6 % und eine Werbegebühr von 2 %. Die Gesamtinvestition kalkuliert das System individuell nach Ladengröße. (Quelle: DFV)
Warum Österreich für deutsche Systeme rechnet
Der Nachbarmarkt ist kleiner, aber gut vermessen. Österreich zählt rund 30.057 Gastronomieunternehmen mit Umsatzerlösen von 11,645 Milliarden Euro. (Quelle: WKO Fachverband Gastronomie, Datenstand 2022 und 2023) In Deutschland kommt allein die Systemgastronomie auf 36 Milliarden Euro und damit 41 % der Außerhausgastronomie. (Quelle: BdS, Branchendaten 2025)
Rückenwind liefert auch die Reputation: im September 2025 gewann das Konzept den Preis der Deutschen Systemgastronomie des BdS, gegen Bona’me und Mmaah Korean BBQ. Welche Stadt den nächsten österreichischen Store bekommt, ist noch nicht benannt. Interessierte Unternehmer:innen können die Gebietsverfügbarkeit direkt bei der Systemzentrale in Gräfelfing prüfen.
Häufige Fragen zur Pommes-Freunde-Expansion in Österreich
Belegt sind zwei Stores, beide im Großraum Wien: seit Februar 2023 am Franz-Josefs-Kai und seit Juli 2024 in der Shopping City Süd in Vösendorf. Langfristig sollen 20 bis 30 Standorte im Land entstehen, bei rund fünf Eröffnungen pro Jahr.
Das Systemprofil beim Deutschen Franchiseverband nennt 40.000 Euro Eigenkapital und eine Einstiegsgebühr von 14.950 Euro, ab dem zweiten Store 7.950 Euro. Die laufende Gebühr liegt bei 6 %, die Werbegebühr bei 2 %. Die Gesamtinvestition hängt von Ladengröße und Bauzustand ab.











