icon / 24x24 / ic24-trending-up

Aktuell meistgesucht

Mmaah Korean BBQ baut sein Franchise in Deutschland aus, jetzt über Berlin und München hinaus

3 Min. Lesezeit
junge leute im roten fliesenlokal unter neonlicht
© Mmaah Korean BBQ

Mmaah, das aus Berlin stammende Korean-BBQ-Express-Konzept, treibt sein Franchise-Wachstum in Deutschland voran. Nach 9 eigenen Standorten in Berlin und München öffnet die Franchise-Marke ihr Vertragsmodell jetzt für weitere Städte. Im Mittelpunkt steht eine klar abgegrenzte Nische zwischen klassischer Systemgastronomie und urbaner Streetfood-Kultur.

Das deutsch-koreanische Franchisesystem Mmaah Korean BBQ Express setzt seinen Expansionskurs konsequent fort. Seit Sommer 2013 in Berlin am Tempelhofer Feld aktiv, hat das Konzept inzwischen 9 Stores in Berlin und München aufgebaut. Seit 2022 steht das Modell auch externen Franchise-Partnern offen. Die Nachfrage von Interessenten, die ein eigenes Restaurant eröffnen möchten, steigt laut Branchenportalen insbesondere außerhalb der bisherigen Kernmärkte deutlich an.

250 000 € bis 350 000 €

Investitionsrahmen für einen Mmaah-Franchise-Standort. Enthalten sind einmalige Eintrittsgebühren sowie laufende Lizenzkosten. (Quelle: Mmaah, Franchise-Direkt)

Stats illustration

Die Gründungsgeschichte ist auch 13 Jahre später noch zentral für die Markenidentität. 2013 übernahmen die Mmaah-Gründer eine ehemalige Currywurstbude am Tempelhofer Feld und stellten dort erstmals koreanisches BBQ in einem schnellen, urbanen Format vor. Aus dieser ungewöhnlichen Ausgangslage entstand binnen weniger Jahre ein eigener Markensound zwischen Korea und Berlin.

Seitdem ist das Netz auf neun eigenbetriebene Standorte gewachsen. Mit dem Schritt ins offene Franchising 2022 hat das Unternehmen die Grundlage gelegt, das Konzept auch jenseits der eigenen Hände zu skalieren. Genau dieser Mechanismus zieht jetzt an.

Mmaah ordnet sich weder klar im klassischen Fast Food noch im Fine-Dining-Segment ein. Die Marke positioniert sich als Korean BBQ Express: kurze Wartezeiten, frisch zubereitete Bowls und Sandwiches, hochwertige Marinaden, klare Storytelling-Identität. Damit besetzt das Konzept eine Lücke zwischen traditionellen Burger-Ketten und der wachsenden Welle asiatischer Streetfood-Marken in deutschen Innenstädten.

Der Wettbewerb in diesem Feld nimmt zu. Marken wie Mmaah Korean BBQ, der Mannheimer Streetfood-Player Katik oder Pincho Nation aus Schweden setzen 2026 alle auf Expansion in Deutschland. Wer es schafft, einen unverwechselbaren Produktkern mit funktionierender Franchise-Logistik zu kombinieren, dürfte die kommende Konsolidierung im Segment prägen.

Gut zu wissen

Korea-Food gilt im deutschen Quick-Service-Markt als einer der dynamischsten Trends. Laut Branchendaten ist die Zahl spezialisierter koreanischer Gastronomie-Konzepte in den letzten drei Jahren in Deutschland deutlich gewachsen. Mmaah profitiert davon als einer der wenigen Anbieter mit eigener Franchise-Struktur.

Die Investition für einen Mmaah-Standort liegt laut Markenangaben zwischen 250.000 € und 350.000 €. Eingeschlossen sind einmalige Franchise-Gebühren sowie laufende Lizenzgebühren, deren Details im Vertrag definiert werden. Mmaah verspricht im Gegenzug ein klassisches Full-Service-Paket: Schulung, Standortsuche, Sortimentsunterstützung und Marketing.

Damit positioniert sich das System im mittleren Investitionssegment der deutschen Quick-Service-Gastronomie und richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Branchenerfahrung oder einer ersten Eigenkapitalbasis. Die zentrale Betreuung erfolgt nach Konzernangaben weiterhin aus der Berliner Zentrale.

Die nächsten Etappen werden den Charakter des Systems prägen. Branchenbeobachter erwarten Mmaah-Standorte in Hamburg, Köln und Frankfurt, ergänzt um mittlere Großstädte mit hoher Frequenz und studentischem Publikum. Entscheidend wird sein, ob das Konzept auch außerhalb der eigenen Heimatmärkte Berlin und München die operative Konsistenz hält, die es im Konzept-Kern verspricht.

Für die deutsche Franchise-Landschaft ist Mmaah ein interessanter Testfall. Eine in Berlin geborene Marke mit klar nicht-westlicher Produktidentität versucht, die Skalierungslogik klassischer Systemgastronomie auf einen kulturell und gastronomisch eigenständigen Markenkern zu übertragen. Wenn das gelingt, dürfte Mmaah zum Modellfall für die nächste Generation urbaner Franchise-Konzepte in Deutschland werden.

Das könnte Ihnen auch gefallen!

burgermeister berlin: lebendige straßenszene vor dem restaurant
Burgermeister expandiert nach Tschechien und eröffnet 2027 am Prager Wenzelsplatz

Burgermeister geht nach Tschechien. Die Berliner Burger-Franchise-Marke eröffnet Anfang 2027 ...

goldies gourmet burger au fromage fondant et oignons caramélisés
Goldies waechst auf 19 Filialen und sucht Franchisepartner:innen

Zwei ehemalige Köche eines Drei-Sterne-Restaurants führen mit Goldies inzwischen 19 ...

vier männer stoßen mit wein im salon an
Beratung im Franchise: Cormens hat den dritten Vertrag unterschrieben

Die Münchner Beratungsagentur Cormens vergibt Franchise-Lizenzen. Das Netz zählt inzwischen ...

pizza giazzo artisanale sur planche en bois
Giazzo wächst auf 16 Filialen: 19 weitere Franchiseverträge unterschrieben

Das Gießener Pizza-Franchise Giazzo wächst auf 16 Filialen, 19 weitere ...

mccafé schild an moderner hochhausfassade
McDonald’s eröffnet am 25. August in Halle-Bruckdorf

Am Dienstag, 25. August 2026, öffnet McDonald’s in Halle-Bruckdorf einen ...

gemütliches café interieur mit gästen am gemeinschaftstisch
15.000 Schließungen im Gastgewerbe: warum die Nachfolgelücke für Franchise-Systeme zur Chance wird

Fast 190.000 Unternehmen haben 2025 in Deutschland geschlossen, rund 10 ...

intérieur moderne du snack pommesfreunde
Pommes Freunde-Gründer Sebastian Petz peilt die 100. Filiale an

Die Münchner Fast-Food-Franchise Pommes Freunde hält Kurs auf die 100. ...

autofelge mit schlagschrauber am radbolzen
Vergölst und CHECK24 starten strategische Servicepartnerschaft

Vergölst, die Continental-Tochter mit rund 340 Standorten in Deutschland, tritt ...

luxuriöses spanisches tapas festmahl mit paella und gin cocktails
Zusje eröffnet zweiten deutschen Standort im Düsseldorfer Andreas Quartier

Das niederländische Restaurant-Konzept Zusje eröffnet heute seinen zweiten deutschen Standort ...

frisch gezapftes bier mit cremiger schaumkrone
Ratsherrn eröffnet ersten Franchise-Stehausschank im Hamburger Grindelviertel

Die Hamburger Ratsherrn Brauerei startet ihr Franchise-Modell mit einem ersten ...