Club Pilates nimmt in München und Düsseldorf zwei weitere Studios in Betrieb und nennt für Deutschland eine Zielmarke von mindestens 150 Standorten. Für Franchise-Kandidat:innen zählen vor allem die Konditionen: 40.000 Euro Einstiegsgebühr, 50.000 Euro Eigenkapital und sieben Prozent laufende Gebühr. Der Franchisegeber sitzt seit Ende 2025 in Hamburg.
Weltweit zählt Club Pilates nach Angaben der Muttergesellschaft Xponential Fitness 1.505 eröffnete Studios und 2.062 verkaufte Lizenzen, Stand 30. Juni 2026. In Deutschland führt die offizielle Studioübersicht bislang acht Adressen, von Frankfurt-Bornheim über drei Hamburger Standorte bis Kaiserslautern. Franchisegeber ist die LLCP Franchise GmbH mit Sitz in Hamburg, geführt von Leah Laukien. Das erste deutsche Studio öffnete 2023 in Frankfurt, das erste Fitness-Franchise-Studio wenige Monate später in Königstein im Taunus.
Club Pilates: München und Düsseldorf gehen als Studio sieben und acht in Betrieb
In München-Freiham läuft das Studio in der Soft-Opening-Phase, in Düsseldorf-Flingern das Grand Opening. Der Düsseldorfer Standort umfasst 230 Quadratmeter, einen Gruppenraum mit zwölf Reformern, einen separaten Raum für Personal Training und mehr als 70 Kurse pro Woche.
Betrieben werden beide Studios von eigenständigen Gesellschaften: die Corefit GmbH unter Geschäftsführerin Simone Jones in München, die JULISTIK GmbH unter Julia Meier in Düsseldorf. Ein drittes vom System genanntes Studio in Rosenheim ist auf der offiziellen Übersicht bislang nicht geführt.
Was ein Club-Pilates-Studio in Deutschland kostet
Nach der Selbstauskunft beim Deutschen Franchiseverband liegt die Gesamtinvestition bei 250.000 bis 300.000 Euro. Erwartet werden 50.000 Euro Eigenkapital und eine Einstiegsgebühr von 40.000 Euro. Dazu kommen sieben Prozent laufende Gebühren und ein Marketingbeitrag von einem Prozent. (Quelle: DFV)
Das System sichert ein exklusives Gebiet zu und arbeitet mit einem Semi-Abwesenheitsmodell. Franchisenehmer:innen unterrichten also nicht selbst. Verpflichtend ist eine dreitägige Schulung in der Unternehmenszentrale in Südkalifornien.
Gut zu wissen:
Die deutschen Franchiseunterlagen verweisen an mehreren Stellen auf das US-amerikanische FDD (Franchise Disclosure Document). In Deutschland gibt es kein Franchise-Gesetz: Die vorvertragliche Aufklärungspflicht ergibt sich aus der Rechtsprechung zum BGB. Prüfen Sie deshalb, welche Angaben Ihnen auf Deutsch und rechtzeitig vor Vertragsabschluss vorliegen.
Die Zielmarke von 150 Studios stammt aus einem Vertrag von 2019
Xponential Fitness meldete im November 2019 einen Multi-Brand-Masterfranchise-Vertrag mit der LifeFit Group. Er umfasste Deutschland und Österreich, mehrere Konzernmarken und mehr als 150 Studios binnen fünf Jahren.
Die heutige Aussage lautet anders: mindestens 150 Studios, nur für Club Pilates, nur für Deutschland, ohne Frist. Parallel hat sich die Struktur verschoben. Aus der LFG Franchise GmbH wurde im November 2025 die LLCP Franchise GmbH, der Sitz wanderte nach Hamburg, und die Geschäftsführer der LifeFit Group traten ab.
Was Kandidat:innen im deutschen Reformer-Markt jetzt prüfen sollten
Der Konzern selbst wächst langsamer. Für 2026 erwartet Xponential Fitness rund 150 Nettoneueröffnungen weltweit, ein Viertel weniger als zuvor geplant. Die flächenbereinigten Umsätze von Club Pilates lagen im zweiten Quartal bei minus fünf Prozent, und seit April 2026 prüft der Konzern strategische Alternativen.
Gleichzeitig wird der deutsche Markt enger. FS8 aus der Gruppe FIT House of Brands eröffnete im Juni 2026 sein erstes Studio in München, Studio Pilates International im Mai 2026 in Wiesbaden. Für Special-Interest-Studios weist der DSSV einen durchschnittlichen Monatsbeitrag von 80,02 Euro aus, deutlich über dem Branchenschnitt von 48,55 Euro. (Quelle: DSSV, Deloitte, DHfPG)
Interessierte Unternehmer:innen können bei Club Pilates Germany in Hamburg die Verfügbarkeit von Gebieten in ihrer Region prüfen.











