Jim Block hat einen neuen Geschäftsführer: Jan-Philip Kotucha übernimmt zum 1. August 2026 die Führung der Hamburger Premium-Burgerkette und tritt damit die Nachfolge von Sven Freystatzky an. Für Franchise-Interessierte lohnt der Blick auf die Ambitionen der Marke, die 2025 erstmals eine Öffnung für Franchisepartner:innen angekündigt hatte.
Gegründet 1973 von Eugen Block, dem Gründer der Steakhauskette Block House, gehört Jim Block zur Hamburger Block Gruppe, zu der auch Blockbräu und Theo’s zählen. Die Premium-Burgerkette betreibt aktuell zwölf Restaurants in Hamburg, Hannover, Rostock und Berlin und setzt auf Rindfleisch aus Deutschland und Südamerika. Kotucha, 38 Jahre alt, ist seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen tätig.
Vom Ferienjob zur Geschäftsführung
Kotucha begann 2005 mit einem Ferienjob im Restaurant Hamburg-Barmbek. Nach seiner Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie arbeitete er als Schichtführer und Restaurantleiter. Später verantwortete er als Bereichsleiter sieben Standorte, bevor er am 1. März 2026 zum Director Operations aufstieg.
In dieser Rolle arbeitete er bereits an der Zukunft der Marke mit: Gemeinsam mit dem Team am Standort Rostock entwickelte er ein neues Küchenkonzept mit kürzeren Wegen und effizienteren Abläufen, das nun als Vorlage für weitere Restaurants dienen soll.
Sein Vorgänger Freystatzky verließ das Unternehmen zum 31. August. Er wechselt zur dänischen Restaurantkette Bouillon, die ihn mit dem Aufbau ihres Deutschlandgeschäfts betraut.
Die Franchise-Ambitionen von Jim Block
Der Chefwechsel fällt in eine Phase, in der die Kette ihr Wachstumsmodell überdenkt. Bereits im April 2025 hatte Jim Block angekündigt, erstmals in der rund 50-jährigen Firmengeschichte über Franchisepartner:innen zu expandieren. Ziel war eine Verdopplung der damaligen Standortzahl.
So viele Restaurants betreibt Jim Block aktuell in Hamburg, Hannover, Rostock und Berlin. 2025 hatte die Kette eine Verdopplung ihrer Standortzahl über neue Franchisepartner:innen angekündigt. (Quelle: food-service.de, Block Gruppe)

Gut zu wissen
Ein konkretes Franchise-Partnerprogramm ist auf der Jim-Block-Website und im aktuellen Pressematerial bislang nicht öffentlich einsehbar. Die neue Standortsuche im Norden Deutschlands wird bisher in klassischen Begriffen der Anmietung beschrieben, nicht als Franchise-Ausschreibung.
Systemgastronomie: ein Markt in Bewegung
Die Personalie reiht sich in eine lebhafte Phase der deutschen Burger- und Systemgastronomie ein. Freystatzkys Wechsel zu Bouillon zeigt, wie stark etablierte Ketten aktuell um Führungskräfte mit Expansionserfahrung werben.
Für die Block Gruppe bedeutet der interne Aufstieg Kotuchas hingegen Kontinuität. Er kennt die Prozesse in Küche und Filiale aus eigener Erfahrung, ein Vorteil, wenn ein Wachstum über Franchise tatsächlich Fahrt aufnehmen soll.
Der Schritt in Richtung Franchise-Unternehmen ist für gewachsene Systemgastronomie-Marken kein Einzelfall. In Deutschland zählt die Franchisewirtschaft insgesamt rund 890 Franchise-Systeme (Quelle: DFV), viele davon aus der Gastronomie, die wie Jim Block zunächst mit eigenen Filialen wuchsen und Partnerschaften erst in einer späteren Phase öffneten.
Was Interessierte jetzt beobachten sollten
Weder Standorte noch Eröffnungstermine für die geplante Expansion im Norden sind bislang bekannt. Ob Kotucha die 2025 angekündigte Franchise-Strategie tatsächlich in konkrete Partnerschaften überführt, bleibt vorerst offen.











