Fünfzig Jahre nach der Eröffnung des ersten deutschen Restaurants in Berlin kündigt Burger King die Rückkehr auf den Expansionskurs an. Mit aktuell 760 Standorten in Deutschland sieht Deutschland-Chef Andreas Bork noch erhebliches Wachstumspotenzial — und sendet damit ein klares Signal an Franchise-Interessierte, die ein Restaurant eröffnen möchten.
Die Ankündigung kam pünktlich zum runden Jubiläum: Am 15. Juli 1976 öffnete in Berlin die erste deutsche Burger King-Filiale. Genau 50 Jahre später gibt das Franchise-Unternehmen, eine Tochter von Restaurant Brands International, den Startschuss für eine neue Wachstumsphase. Die Systemzentrale sitzt in Hannover; der Großteil der 760 deutschen Restaurants wird von Franchisenehmer:innen betrieben.
Andreas Bork: „Alle Zeichen stehen auf Wachstum”
Der seit Februar 2025 amtierende Deutschland-Chef ließ beim Jubiläum keinen Zweifel an der Richtung. Burger King habe in den vergangenen Jahren bewusst Tempo herausgenommen und stattdessen das bestehende Netzwerk gestärkt — jetzt soll der nächste Schritt folgen.
Für Franchisenehmer:innen, die an einer Partnerschaft mit Burger King interessiert sind, ist diese Positionierung bedeutsam: Ein Franchisegeber, der aktiv neue Standorte erschließen will, schafft auch neue Einstiegsmöglichkeiten — und liefert potenziellen Partnern ein System mit Wachstumsrückenwind.
Weiße Flecken auf der Karte: Spanien als Maßstab
Bork nutzt einen prägnanten Vergleich, um das Potenzial zu verdeutlichen. In Spanien betreibt Burger King rund 1.000 Restaurants für 48 Millionen Einwohner:innen. Deutschland zählt mehr als 84 Millionen — und kommt aktuell auf 760 Standorte. Für den Manager ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung.
Ein konkretes Ziel für Neueröffnungen in den kommenden Jahren nannte Bork nicht. Bereits 2019 hatte die Kette die Marke von 1.000 deutschen Restaurants als Ziel ausgegeben. Die Pandemie, der anschließende Ukraine-Krieg und die Inflationsjahre bremsten die Umsetzung. „Es gab ein paar wirklich heftige Jahre”, so Bork.
Burger-King-Restaurants sind aktuell in Deutschland in Betrieb — die große Mehrheit wird von Franchisenehmer:innen betrieben. (Quelle: Burger King Deutschland, Juli 2026)

Pflanzenbasierte Produkte und Frühstück: Burger King setzt auf Sortimentsbreite
Neben der geografischen Expansion verfolgt die Kette eine zweite Strategie: die Erweiterung des Angebots über das klassische Burger-Kerngeschäft hinaus. Denn ein wachsender Teil der Kundschaft verlangt laut Bork mehr Abwechslung. Veggie-Produkte spielen dabei eine messbare Rolle.
Jeder vierte Long Chicken Burger wird bereits mit einem pflanzenbasierten Patty verkauft — und jeder fünfte Whopper. Zusätzlich erschließt die Kette neue Nachfrage in den Segmenten Frühstück, Snacks und Getränke. „Das bringt uns erwiesenermaßen zusätzliche Gäste ins Haus”, erklärt Bork.
Gut zu wissen:
Burger King Deutschland erzielte im Geschäftsjahr 2025 nach Schätzungen des Branchenportals Food Service einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro und rangiert damit auf Platz zwei hinter McDonald’s, das mit über 1.500 Standorten Marktführer im deutschen Burger-Segment bleibt.
Markenauftritt zum Jubiläum: eine Kampagne, die Gastfreundschaft sichtbar macht
Parallel zur Wachstumsstrategie lanciert Burger King Deutschland die bundesweite Jubiläumskampagne „Feier ein Bissen mit uns!” — mit limitierten Angeboten und einem Gewinnspiel für MyBurgerKing-Mitglieder. Für Yvonne von Eyb, Chief Marketing Officer bei Burger King Deutschland, ist das Jubiläum vor allem eine Gelegenheit, Dankbarkeit gegenüber den Gästen auszudrücken:
Für Franchise-Kandidat:innen ist diese Kommunikationsstärke ein relevanter Faktor: Eine Marke, die mit einer bundesweiten Kampagne auf sich aufmerksam macht, bringt auch ihren Partnern Frequenz und Sichtbarkeit.
Was die Expansionspläne für Franchise-Interessierte bedeuten
Für Gründer:innen, die sich für Systemgastronomie interessieren, sendet der Jubiläumsauftritt von Burger King ein klares Signal. Das Franchisesystem sucht aktiv nach neuen Standorten — und damit nach Franchisenehmer:innen, die Regionen mit bislang geringer Netzwerkdichte erschließen wollen.
Die Systemgastronomie als Sektor wächst laut Bork konstant: „Wenn man sich die letzten 20, 25 Jahre anschaut, dann gab es eigentlich kein Jahr, in dem die Systemgastronomie nicht gewachsen ist.” Ein Marktumfeld, das strukturell wächst, und ein Franchise-Geber mit erklärtem Expansionskurs sind zwei Faktoren, die Kandidat:innen bei der Entscheidungsfindung einkalkulieren können. Wer Interesse an einer Partnerschaft mit Burger King Deutschland hat, findet erste Informationen über die Unternehmenszentrale in Hannover.











