Mmaah, das aus Berlin stammende Korean-BBQ-Express-Konzept, treibt sein Franchise-Wachstum in Deutschland voran. Nach 9 eigenen Standorten in Berlin und München öffnet die Franchise-Marke ihr Vertragsmodell jetzt für weitere Städte. Im Mittelpunkt steht eine klar abgegrenzte Nische zwischen klassischer Systemgastronomie und urbaner Streetfood-Kultur.
Das deutsch-koreanische Franchisesystem Mmaah Korean BBQ Express setzt seinen Expansionskurs konsequent fort. Seit Sommer 2013 in Berlin am Tempelhofer Feld aktiv, hat das Konzept inzwischen 9 Stores in Berlin und München aufgebaut. Seit 2022 steht das Modell auch externen Franchise-Partnern offen. Die Nachfrage von Interessenten, die ein eigenes Restaurant eröffnen möchten, steigt laut Branchenportalen insbesondere außerhalb der bisherigen Kernmärkte deutlich an.
Investitionsrahmen für einen Mmaah-Franchise-Standort. Enthalten sind einmalige Eintrittsgebühren sowie laufende Lizenzkosten. (Quelle: Mmaah, Franchise-Direkt)

Von der Currywurstbude am Tempelhof zum Franchisesystem
Die Gründungsgeschichte ist auch 13 Jahre später noch zentral für die Markenidentität. 2013 übernahmen die Mmaah-Gründer eine ehemalige Currywurstbude am Tempelhofer Feld und stellten dort erstmals koreanisches BBQ in einem schnellen, urbanen Format vor. Aus dieser ungewöhnlichen Ausgangslage entstand binnen weniger Jahre ein eigener Markensound zwischen Korea und Berlin.
Seitdem ist das Netz auf neun eigenbetriebene Standorte gewachsen. Mit dem Schritt ins offene Franchising 2022 hat das Unternehmen die Grundlage gelegt, das Konzept auch jenseits der eigenen Hände zu skalieren. Genau dieser Mechanismus zieht jetzt an.
Eine eigene Nische im Quick-Service-Markt
Mmaah ordnet sich weder klar im klassischen Fast Food noch im Fine-Dining-Segment ein. Die Marke positioniert sich als Korean BBQ Express: kurze Wartezeiten, frisch zubereitete Bowls und Sandwiches, hochwertige Marinaden, klare Storytelling-Identität. Damit besetzt das Konzept eine Lücke zwischen traditionellen Burger-Ketten und der wachsenden Welle asiatischer Streetfood-Marken in deutschen Innenstädten.
Der Wettbewerb in diesem Feld nimmt zu. Marken wie Mmaah Korean BBQ, der Mannheimer Streetfood-Player Katik oder Pincho Nation aus Schweden setzen 2026 alle auf Expansion in Deutschland. Wer es schafft, einen unverwechselbaren Produktkern mit funktionierender Franchise-Logistik zu kombinieren, dürfte die kommende Konsolidierung im Segment prägen.
Gut zu wissen
Korea-Food gilt im deutschen Quick-Service-Markt als einer der dynamischsten Trends. Laut Branchendaten ist die Zahl spezialisierter koreanischer Gastronomie-Konzepte in den letzten drei Jahren in Deutschland deutlich gewachsen. Mmaah profitiert davon als einer der wenigen Anbieter mit eigener Franchise-Struktur.
Wie das Franchise-Modell aufgesetzt ist
Die Investition für einen Mmaah-Standort liegt laut Markenangaben zwischen 250.000 € und 350.000 €. Eingeschlossen sind einmalige Franchise-Gebühren sowie laufende Lizenzgebühren, deren Details im Vertrag definiert werden. Mmaah verspricht im Gegenzug ein klassisches Full-Service-Paket: Schulung, Standortsuche, Sortimentsunterstützung und Marketing.
Damit positioniert sich das System im mittleren Investitionssegment der deutschen Quick-Service-Gastronomie und richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Branchenerfahrung oder einer ersten Eigenkapitalbasis. Die zentrale Betreuung erfolgt nach Konzernangaben weiterhin aus der Berliner Zentrale.
Wohin die Marke als Nächstes wächst
Die nächsten Etappen werden den Charakter des Systems prägen. Branchenbeobachter erwarten Mmaah-Standorte in Hamburg, Köln und Frankfurt, ergänzt um mittlere Großstädte mit hoher Frequenz und studentischem Publikum. Entscheidend wird sein, ob das Konzept auch außerhalb der eigenen Heimatmärkte Berlin und München die operative Konsistenz hält, die es im Konzept-Kern verspricht.
Für die deutsche Franchise-Landschaft ist Mmaah ein interessanter Testfall. Eine in Berlin geborene Marke mit klar nicht-westlicher Produktidentität versucht, die Skalierungslogik klassischer Systemgastronomie auf einen kulturell und gastronomisch eigenständigen Markenkern zu übertragen. Wenn das gelingt, dürfte Mmaah zum Modellfall für die nächste Generation urbaner Franchise-Konzepte in Deutschland werden.











