IHG Hotels & Resorts holt elf europäische Hotels in das eigene Franchise-System. Sechs davon stehen in Deutschland und werden zu Holiday Inn, voco und Garner umgeflaggt. Der Deal stärkt die Konversionsstrategie des Konzerns und macht Deutschland zum Schwerpunkt der jüngsten Europa-Offensive von IHG.
Der britische Hotelkonzern InterContinental Hotels Group (IHG) hat langfristige Franchise-Verträge für 11 Hotels in Deutschland, Belgien und Frankreich unterzeichnet. Die Häuser werden derzeit unter der Marke PentaHotels betrieben und in den kommenden Monaten auf die IHG-Marken Holiday Inn, voco und Garner umgestellt. Insgesamt kommen so mehr als 1.800 Zimmer ins Portfolio. Der Schritt verdichtet die europäische Pipeline des Franchise-Unternehmens spürbar und beschleunigt die Skalierung der noch jungen Mittelklasse-Marke Garner.
verteilt auf 6 deutsche Hotels in Leipzig, Bremen, Wiesbaden und weiteren Standorten. Damit kommt IHG in Deutschland auf rund 50 offene Hotels für die drei Konversionsmarken. (Quelle: IHG Hotels & Resorts)

Deutschland im Zentrum der Europa-Offensive
Auf Deutschland entfallen sechs der elf Hotels mit zusammen 1.125 Zimmern, darunter Häuser in Leipzig, Bremen und Wiesbaden. Belgien erhält vier Hotels mit 497 Zimmern, darunter Standorte am Flughafen und in der Brüsseler Innenstadt. Frankreich steuert ein Hotel am Paris Charles de Gaulle Airport bei.
Mit dem Abschluss kommt IHG in Deutschland auf knapp 50 offene Häuser in den Marken Holiday Inn, voco und Garner. Das Portfolio des Konzerns umfasst in Europa mehr als 1.230 offene und in Entwicklung befindliche Hotels, in Deutschland allein über 190 Häuser nach Konzernangaben mit Stand 31. Dezember 2025.
Garner-Marke wird zum Konversions-Hebel
Besonders bemerkenswert ist die Rolle von Garner, der noch jungen Mittelklasse-Konversionsmarke. 2023 in den USA gestartet, hat Garner inzwischen weltweit 100 offene Hotels und rund 80 weitere in der Pipeline und gilt damit als am schnellsten wachsende Marke in der IHG-Familie. Der aktuelle Deal markiert nun den Belgien-Start für Garner und stärkt zugleich die deutsche Präsenz.
Joint Venture mit zwei Hospitality-Investoren
Eigentümer der elf Hotels ist ein Joint Venture aus Ogilvy Management und der Ironstone Group. Die Finanzierung tragen Castlelake und Goldman Sachs. Den operativen Betrieb übernimmt die Bralower & Loewe Hospitality Partners S.à r.l., eine in Luxemburg ansässige Managementgesellschaft, die das JV eigens für die Steuerung markenpartner-betriebener Hotels gegründet hat.
Thomas Bralower von der Ironstone Group betonte, das gemeinsame Ziel sei eine „schnelle und nahtlose Konversion”, um den Bedürfnissen nationaler und internationaler Gäste an attraktiven Innenstadt- und Flughafenstandorten gerecht zu werden. Die Konstellation aus Eigentümer-JV, Finanzierungspartner und Markenbetrieb gilt als Blaupause für künftige Großtransaktionen im europäischen Hotelmarkt.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Die elf Hotels sollen in der ersten Hälfte 2027 in das IHG-System integriert werden. Bis dahin entscheidet sich, wie schnell die deutschen Standorte tatsächlich auf die neuen Markenstandards umgerüstet werden und ob die Konversion die Auslastung in Leipzig, Bremen und Wiesbaden spürbar hebt.
Beobachter werden zudem darauf achten, wie sich die Garner-Marke gegen etablierte Mittelklasse-Wettbewerber wie B&B Hotels, Premier Inn oder Motel One positioniert. Klar ist: Mit dem Deal verschiebt IHG das Kräfteverhältnis im deutschen Markensegment merklich und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Franchise-Konversion als Wachstumsmotor für globale Hotelmarken in Europa.











