Die österreichische Bio-Marke SONNENTOR setzt ihre Deutschland-Expansion fort und vergibt eine neue Franchise-Lizenz nach Bayern. Die Nürnberger Gastronomie-Unternehmerin Golnaz Amini übernimmt das Vertragsgebiet im Großraum Nürnberg, der rund 1,3 Millionen Einwohner zählt. Der Schritt zementiert Bayern als Schlüsselregion für das deutsche Wachstum der Franchise-Marke.
SONNENTOR zählt seit Jahren zu den Top-3-Marken im Biofachhandel im deutschsprachigen Raum, in Österreich ist die 1988 gegründete Marke Marktführer. Aktuell betreibt das Unternehmen rund 30 Franchise-Standorte und blickt auf mehr als 15 Jahre Erfahrung im Franchising zurück. In Deutschland ist die Präsenz noch überschaubar: drei eigenbetriebene Filialen und seit Oktober 2025 ein zweiter Franchise-Standort in Landshut. Mit der Vergabe der Lizenz für Nürnberg setzt SONNENTOR die im vergangenen Jahr eingeleitete Wachstumsoffensive in Süddeutschland konsequent fort. Umgesetzt wird sie gemeinsam mit dem Franchise-Development-Partner StarDev SE.
Eine erfahrene Quereinsteigerin im Bio-Segment
Golnaz Amini bringt eine ungewöhnliche Kombination an Erfahrungen mit. Ihren beruflichen Weg begann sie im operativen Tagesgeschäft einer internationalen Systemgastronomie-Marke, wo sie rasch zur Restaurantleitung aufstieg und später Franchisepartner in deren Entwicklung begleitete. Seit 2021 ist sie selbstständig und führt aktuell zwei Gastronomie-Standorte in Nürnberg. Der Wechsel ins Bio-Segment wirkt auf den ersten Blick wie ein Bruch, knüpft aber an ihre Stärken in Standortführung und Mitarbeiterentwicklung an. Für SONNENTOR ist das Profil interessant, weil es klassische Bio-Affinität mit operativer Skalierungserfahrung verbindet, eine Mischung, die im Fachhandel selten anzutreffen ist.
Nürnberg als strategischer Hebel für Bayern
Die Wahl Nürnbergs ist kein Zufall. Die Metropolregion umfasst rund 1,3 Millionen Menschen, weist eine hohe Kaufkraft auf und gilt als Verbrauchermarkt mit überdurchschnittlicher Affinität für Bio- und Genussprodukte. SONNENTOR sucht in Deutschland gezielt Standorte in Städten ab 100.000 Einwohnern in 1-A oder gehobenen 1-B Innenstadtlagen, dort also, wo Frequenz, Branchenmix und Kaufverhalten zum Konzept passen. Bayern rückt mit Landshut und nun Nürnberg endgültig in den Mittelpunkt. Parallel beobachtet das Unternehmen weitere bayerische Schauplätze, darunter Regensburg, das ebenfalls als Expansionsziel kommuniziert wird. Die süddeutsche Konzentration reduziert Logistik- und Marketingaufwand und schafft Sichtbarkeit in einer wirtschaftsstarken Region.
Einwohner zählt die Metropolregion Nürnberg, das neue Vertragsgebiet der frisch gewonnenen Franchisepartnerin von SONNENTOR.

Ein Bio-Pionier mit fast 40 Jahren Markterfahrung
SONNENTOR wurde 1988 im niederösterreichischen Sprögnitz gegründet und gehört heute zu den prägenden Akteuren des europäischen Bio-Fachhandels. Das Sortiment umfasst mehr als 900 Produkte und reicht von Tees und Kaffee über Kräuter und Gewürze bis zu Bio-Süßwaren und nachhaltigen Geschenken. Im DACH-Raum positioniert sich die Marke konsequent als Premium-Anbieter mit klarem Nachhaltigkeitsprofil und zählt bei Tees und Gewürzen zu den Top 3 im Biofachhandel. Für Franchisepartner ist das Konzept attraktiv, weil es einen etablierten Markenkern mit definiertem Sortiment, hoher Wiedererkennbarkeit und einer treuen Stammkundschaft verbindet. Der deutsche Bio-Markt entwickelt sich trotz schwächerer Konjunktur weiter stabil.
Gut zu wissen
Der bestehende Franchise-Standort in Landshut, der im Oktober 2025 eröffnete, hat seine Umsatzziele laut Unternehmen bereits in den ersten Wochen deutlich übertroffen. Diese Performance gilt intern als Blaupause für die weitere Expansion in Bayern und dürfte die Erwartungen an den Nürnberger Standort entsprechend hochhalten.
Die nächsten Etappen im deutschen Markt
Mit der neuen Partnerin in Nürnberg verfolgt SONNENTOR ein klares Ziel: in Deutschland in den kommenden Jahren ein engmaschigeres Netz an Franchise-Standorten aufzubauen. Beobachter werden insbesondere darauf achten, wie schnell der Nürnberger Standort tatsächlich an den Start geht, welche Lage gewählt wird und ob die Performance an die starke Resonanz aus Landshut anschließen kann. Auch die parallel laufende Suche nach Partnern für Regensburg und weitere bayerische Mittelstädte dürfte für die zweite Jahreshälfte 2026 entscheidend sein. Klar ist: Die Bio-Marke setzt nicht auf Tempo um jeden Preis, sondern auf qualifizierte Unternehmerinnen und Unternehmer mit nachweisbarer operativer Erfahrung.











