icon / 24x24 / ic24-trending-up

Aktuell meistgesucht

McDonald’s Singen eröffnet am 7. Juli 2026 auf der Automeile

3 Min. Lesezeit
knusprige pommes und burger auf holztisch

McDonald’s eröffnet morgen, am 7. Juli 2026, seinen neuen Standort an der Güterstraße 33-35 in Singen. Franchisenehmer Franz Karl schließt damit das langjährige Restaurant in der Industriestraße 1 und zieht mit einem kompletten Neubau auf die Automeile, wo das Franchise-Unternehmen im Februar 2026 ein insolventes Autohaus-Grundstück übernommen hatte.

Der Wechsel kommt nicht überraschend. In Singen betreibt Franz Karl bereits seit Jahren einen McDonald’s-Standort in der Industriestraße 1. Das Restaurant schließt, der Betrieb zieht um. Was sich geändert hat: Der neue Standort entstand nicht durch eine einfache Anmietung, sondern durch einen gezielten Grundstückskauf. Im Februar 2026 erwarb McDonald’s das 4.000 m² große Areal an der Güterstraße 33-35 von einem insolventen Autohaus. Die Lage an der Automeile bietet Flächenpotenzial, das ein innenstädtisches Lokal nicht leisten kann.

Wenn ein Autohaus die Insolvenz anmeldet, entstehen Chancen für expansionswillige Marken. McDonald’s hat in Singen davon profitiert. Das Grundstück an der Güterstraße 33-35 stand durch die Insolvenz des Autohändlers zur Verfügung und bot eine seltene Gelegenheit: eine zusammenhängende Gewerbefläche an einer gut frequentierten Straße, fernab der typischen Innenstadtmieten.

Im Franchise-Modell investieren selbstständige Unternehmer in den Ausbau einer etablierten Marke und übernehmen den Betrieb eines Standorts auf eigene Rechnung. Wer als Franchisenehmer:in ein 4.000 m² großes Grundstück kauft, signalisiert mehr als ein Restaurantprojekt. Es ist ein langfristiges Bekenntnis zum Standort, das über jede Mietlaufzeit hinausgeht. Franz Karl tritt hier im klassischen Sinne des Franchise-Unternehmertums auf: unternehmerisches Risiko, Investition in Sachwerte, lokale Verantwortung.

4.000 m²

Grundstücksfläche des neuen McDonald’s-Standorts an der Güterstraße 33-35 in Singen, erworben im Februar 2026 von einem insolventen Autohaus.

Stats illustration

Im Mai 2026 ließ Franz Karl keinen Zweifel am Zeitplan. Der Franchisenehmer bestätigte öffentlich den Stand der Bauarbeiten und gab damit erstmals Auskunft über das konkrete Projekttempo. Bis zur Eröffnung am 7. Juli 2026 blieb von diesem Moment an weniger als zwei Monate Zeit.

Der neue Standort folgt dem aktuellen McDonald’s-Standard mit modernem Drive-In-Konzept. Für eine Lage an einer stark befahrenen Gewerbestraße ist das eine naheliegende Entscheidung: Das Automeile-Umfeld zieht ein Kundenprofil an, das auf schnelle, autogerechte Servicekonzepte ausgerichtet ist.

Die Wahl der Güterstraße ist keine spontane Entscheidung. Autostandorte ziehen ein breites Publikum an, das überwiegend per Pkw unterwegs ist. Ein Drive-In entfaltet hier seine Stärken besser als in einer fußläufigen Innenstadtlage, wo Parkplätze knapp und Flächen teuer sind.

Gleichzeitig bringt die Automeile ihre eigene Gastronomiekonkurrenz mit sich. Franz Karl setzt mit dem Neubau auf ein Format, das dem Verkehrsprofil der neuen Adresse entspricht, und hat dabei einen klaren Vorteil: Mit 4.000 m² Eigengrund ist der Standort langfristig gesichert, unabhängig von Mietpreisschwankungen oder Vermieterentscheidungen.

Gut zu wissen:

Bei der Eröffnung in Singen handelt es sich um eine Wiedereröffnung an neuem Standort, nicht um das erste McDonald’s in der Stadt. Das alte Restaurant in der Industriestraße 1 schließt zeitgleich mit der Eröffnung des Neubaus an der Güterstraße.

Mit der Eröffnung am 7. Juli 2026 endet eine Übergangsphase. Das alte Restaurant in der Industriestraße 1 schließt, der Neubau übernimmt. Für Kund:innen bedeutet das einen Adresswechsel, aber keinen Verlust der Marke in Singen.

Für Franchiseinteressierte liefert das Projekt ein konkretes Fallbeispiel: Grundstückserwerb aus einer Insolvenz, Neubau nach Systemstandard, Drive-In-Integration auf eigenem Terrain. Ob McDonald’s Deutschland ähnliche Gelegenheiten in anderen Städten nutzt, wo Autohaus-Insolvenzen Flächen freigeben, bleibt ein Signal, das Standortbeobachter:innen in den kommenden Monaten im Blick behalten sollten.