Die kroatische Fast-Casual-Marke Koykan wagt den Sprung nach Deutschland: Noch im Juni 2026 eröffnet der erste Store in München. Gründer Boro Milivojevic will sein Netz in vier Jahren von rund zehn auf 100 Restaurants ausbauen, getragen von standardisierten Prozessen und einem Franchise-Modell. Für Gründungsinteressierte entsteht damit ein neues internationales Streetfood-Konzept im deutschen Markt.
Gegründet 2012 in Zagreb, betreibt Koykan heute rund neun Restaurants in mehreren europäischen Ländern. Der Markteintritt in Deutschland als Franchise-Unternehmen markiert den Auftakt einer beschleunigten Expansion. Weitere Standorte, darunter München und das kroatische Rijeka, befinden sich bereits im Aufbau. Der Schritt nach Deutschland gilt dabei als wichtigster Baustein der internationalen Wachstumsstrategie. Bis 2030 peilt die Marke rund 145 Restaurants in Europa an.
Koykan: internationales Streetfood im Fast-Casual-Format
Koykan kombiniert Streetfood-Klassiker aus aller Welt in einem familienfreundlichen Fast-Casual-Konzept. Auf der Karte stehen Burger, Wraps und Bowls sowie eine „Grill“-Linie mit Gyros, Kebab und Köfte.
Die Marke positioniert sich bewusst zwischen klassischem Fastfood und höherwertiger Gastronomie. Der Fokus liegt auf Qualität und einem breiten Sortiment, das verschiedene Zielgruppen anspricht, ohne das Markenprofil zu verwässern.
Diese Vielfalt ist Programm. Statt sich auf ein einziges Produkt festzulegen, bündelt Koykan mehrere Streetfood-Welten unter einem Dach und will so Familien, junge Gäste und Berufstätige gleichermaßen ansprechen. Für den deutschen Markt, in dem Döner, Burger und Bowls jeweils eigene Fangemeinden haben, ist das ein bewusster Mehrmarken-Ansatz auf einer Speisekarte.
Von zehn auf 100 Restaurants: der Expansionsplan
Gründer und CEO Boro Milivojevic will die Zahl der Standorte in den kommenden vier Jahren auf 100 Restaurants in ganz Europa hochfahren. Als Schlüssel zur schnellen Expansion nennt er Standorte in Shoppingmalls, die hohe Frequenz und planbare Mietstrukturen bieten.
Geplantes Netzwerkwachstum in vier Jahren
Koykan will von rund zehn auf 100 Restaurants in Europa wachsen, bis 2030 sogar auf rund 145 Standorte. (Quelle: food service)
Technik und Standardisierung als Fundament des Franchise-Modells
Das Wachstum stützt sich laut Milivojevic auf drei Säulen: Technologie, standardisierte Abläufe und Franchise-Partner:innen. Die Produktionslinie benötigt nach seinen Angaben nur rund neun Quadratmeter und ist modular wie ein „Lego-System“ aufgebaut.
Ein kompakter, standardisierter Betrieb senkt die Einstiegshürden für Partner:innen und vereinfacht die Skalierung. Genau hier liegt der Hebel, mit dem Koykan in einem wettbewerbsintensiven Markt schnell Standorte eröffnen will.
Die kleine Betriebsfläche eröffnet zudem Spielraum bei der Standortwahl. Flächen in Shoppingmalls, Bahnhöfen oder Food-Courts werden so wirtschaftlich nutzbar, auch wenn die Quadratmeterpreise hoch sind. Für Franchise-Partner:innen bedeutet das geringeren Kapitaleinsatz pro Standort und damit die Option, mehrere Einheiten parallel zu betreiben.
Gut zu wissen:
In Deutschland gibt es kein eigenes Franchise-Gesetz. Maßgeblich sind das BGB und die vorvertragliche Aufklärungspflicht: Franchisegeber müssen Kandidat:innen rechtzeitig vor Vertragsabschluss umfassend informieren.
München als Testlauf für den deutschen Markt
Der erste deutsche Store in München wird zeigen, wie das Konzept bei einem anspruchsvollen Publikum ankommt. München gilt als kaufkraftstarker, aber auch teurer Standort. Gelingt der Start hier, dürfte Koykan rasch weitere Großstädte und Einkaufszentren ins Visier nehmen und das Tempo seiner Expansion erhöhen.
Für Unternehmer:innen, die ein junges, international ausgerichtetes Gastronomiekonzept suchen, lohnt sich ein Blick auf die nächsten Eröffnungen. Sie werden zeigen, ob Koykan sein ehrgeiziges Wachstumsziel auch in Deutschland untermauern kann.











