Mit rund 280 Depots im deutschsprachigen Raum zählt Jacques’ Wein-Depot, die Fachhandelsmarke der Hawesko Holding SE, zu den größten Franchise-Unternehmen im europäischen Weinfachhandel. Das Franchisenetzwerk basiert auf einem partnerschaftlichen Franchise-Modell mit selbstständig geführten Depots. Unter dem neuen Co-CEO Alexander Borwitzky rückt insbesondere der weitere Ausbau des Franchise-Netzwerks wieder stärker in den strategischen Fokus.
Jacques’ Wein-Depot baut sein Franchise-System im DACH-Raum weiter aus. Das Franchise-Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf kombiniert stationären Weinfachhandel mit Verkostungen, persönlicher Beratung und einem einheitlichen Depotkonzept. Die Hawesko Holding SE meldete für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz von 639,5 Millionen Euro. Der Umsatz im Retail-Segment von Jacques’ Wein-Depot und Wein & Co. lag bei 234 Millionen Euro und damit leicht über Vorjahresniveau.
Jacques’ Wein-Depot: Agenturleitung statt klassischem Franchise-Eintritt
Anders als bei klassischen Franchise-Systemen verlangt Jacques’ Wein-Depot keine Eintrittsgebühr. Das Modell läuft als Agenturleitung: Die selbstständigen Depot-Leiter:innen führen ein vom Unternehmen gemietetes und vollständig ausgestattetes Depot, betreiben Verkauf, Verkostung und Kundenberatung in eigener Verantwortung und erhalten umsatzabhängige Provisionen.
Miete, Sortiment, Marketing und Werbeaktionen werden zentral gesteuert. Für Agenturleitungen reduziert sich damit das Investitionsrisiko deutlich, gleichzeitig bindet das Modell sie eng an die zentrale Steuerung. Aktuell sucht die Hawesko-Gruppe Agenturleitungen unter anderem für Stuttgart, Schweinfurt, Wesel, Regensburg, Worms und Weimar.
Depots betreibt Jacques’ Wein-Depot im deutschsprachigen Raum. Das Netz zählt zu den größten stationären Strukturen im europäischen Wein-Fachhandel. (Quelle: Hawesko-Gruppe, 2026)

Hawesko-Bilanz 2024: Retail wächst trotz Marktschwäche
Die wirtschaftliche Grundlage für die Expansion liefert die solide Aufstellung der Konzernmutter. Die Hawesko Holding SE erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von 639,5 Millionen Euro, nach 651,6 Millionen Euro im Vorjahr (bereinigt um TWI). Das Retail-Segment mit Jacques’ Wein-Depot und der österreichischen Schwesterkette Wein & Co. wuchs um 0,3 % auf 234 Millionen Euro.
Damit zeigt sich das stationäre Wein-Fachhandelsgeschäft stabiler als der allgemeine Weinmarkt, der seit zwei Jahren rückläufig ist. Für 2025 erwartet der Hawesko-Vorstand ein Umsatzplus von bis zu 2 %. Im Februar 2025 hatte Alexander Borwitzky die Co-CEO-Position bei Jacques’ Wein-Depot übernommen, mit dem expliziten Auftrag, die Depot-Expansion voranzutreiben.
Beratung und Verkostung als Differenzierungsmerkmal
Im zunehmend von Discountern, Lebensmitteleinzelhandel und Online-Plattformen dominierten Weinmarkt setzt Jacques’ Wein-Depot auf einen klar abgegrenzten Premium-Fachhandelsansatz. Verkostungen, persönliche Empfehlungen und ein kuratiertes Sortiment positionieren die Marke jenseits des reinen Preiswettbewerbs.
Für Agenturleitungen bedeutet das konkrete Anforderungen: Weinkompetenz, Verkaufstalent und ein Gespür für regionale Stammkundschaft. Pädagogische Vorbildung ist nicht erforderlich, Sommelier-Kenntnisse werden über interne Schulungen vermittelt. Die Erwartung der Hawesko-Gruppe richtet sich auf Quereinsteiger:innen mit unternehmerischer Erfahrung und einer Affinität zum Genussmittelhandel.
Gut zu wissen:
Beim Agenturleitungs-Modell von Jacques’ Wein-Depot gibt es keine Eintrittsgebühr. Das Depot wird vom Unternehmen angemietet und ausgestattet, die Agenturleitung erhält umsatzabhängige Provisionen und übernimmt die operative Führung des Standorts in eigener Verantwortung.
Was die Strategie für künftige Agenturleitungen bedeutet
Die Kombination aus etablierter Markenstärke, niedriger Einstiegsbarriere und konzernweiter Logistik macht das Modell vor allem für Kandidat:innen interessant, die sich ohne hohes Eigenkapital im Einzelhandel selbstständig machen möchten. Im Gegenzug bleibt der unternehmerische Spielraum gegenüber freien Weinhändler:innen begrenzt.
Wie schnell sich das Depot-Netz in den kommenden Quartalen erweitert, hängt vor allem davon ab, in welchem Tempo Agenturleitungen für die offenen Gebiete gewonnen werden. Interessierte können sich direkt über das Karriereportal der Hawesko-Gruppe bewerben oder Gebietsverfügbarkeiten anfragen.











