Die Restaurantkette L’Osteria setzt ihre internationale Franchise-Expansion fort und gewinnt einen Multi-Unit-Partner für Dänemark. Im Sommer 2026 öffnet das erste Restaurant in Aalborg, Franchise-Partner Jan Vinther Laursen plant 10 bis 15 Standorte als Area-Developer. Der Schritt unterstreicht die Plattformstrategie der Gruppe.
Mit dem Markteintritt in Dänemark erweitert die FR L’Osteria SE ihr Franchise-Netzwerk auf elf Länder. Die Gruppe arbeitet seit 2009 mit Franchise-Partnern und setzt auf ein Drei-Säulen-Modell aus Eigenbetrieben, Joint-Venture-Restaurants und klassischen Franchise-Standorten. Rund 65 % aller Restaurants werden außerhalb der Konzernstruktur betrieben. Mit 216 Standorten weltweit zählt L’Osteria zu den expansionsstärksten deutschen Franchise-Systemen in der Casual-Dining-Sparte und wurde beim Franchise-Forum 2026 als „nachhaltigstes Franchisesystem” ausgezeichnet.
Multi-Unit-Modell statt Einzelstandort
Statt einer schrittweisen Eröffnung über einzelne Franchise-Nehmer:innen verfolgt L’Osteria in Dänemark eine reine Multi-Unit-Strategie. Der gewählte Partner verpflichtet sich vertraglich auf den Aufbau eines kompletten Ländernetzes. Auf Aalborg sollen Eröffnungen in Aarhus, Odense und Kopenhagen folgen, mittelfristig sind 10 bis 15 Restaurants vorgesehen. Das Modell entspricht dem klassischen Area-Development-Ansatz im internationalen Franchising und gilt als effizienteste Form der Markterschließung in Märkten mit wenigen Großstädten und überschaubarer Filialdichte.
Profil des dänischen Franchise-Partners
Mit Jan Vinther Laursen gewinnt L’Osteria einen Operator, der das Profil eines erfahrenen Multi-Unit-Franchise-Partners erfüllt. Laursen ist Mitinhaber der dänischen Restaurantkette Bone’s, die mehr als 30 Standorte in Dänemark betreibt und über etablierte Strukturen in Einkauf, Personal und Standortentwicklung verfügt. Diese operative Basis senkt das Markteintrittsrisiko der Gruppe deutlich. Laursen bringt nach Unternehmensangaben mehr als 40 Jahre Branchenerfahrung mit und übernimmt das erste Restaurant in den ehemaligen Räumen von Jensen’s Bøfhus am zentralen Aalborger Platz Nytorv. Die Kombination aus erfahrenem Lokalpartner und etabliertem Markenkonzept gilt im internationalen Franchising als bewährter Erfolgshebel.
Investitionsrahmen und Konditionen des L’Osteria-Franchise
Für interessierte Franchise-Partner ordnet sich das L’Osteria-System im oberen Investitionssegment der Systemgastronomie ein. Pro Restaurant veranschlagt der Franchisegeber eine Gesamtinvestition von 1,5 bis 1,8 Millionen Euro, das geforderte Eigenkapital liegt bei 450.000 Euro. Die einmalige Einstiegsgebühr beträgt 37.500 Euro, hinzu kommen eine laufende Franchise-Gebühr von 6,00 % und eine Werbegebühr von 1,25 %. Im Multi-Unit-Modell wie in Dänemark werden diese Konditionen typischerweise um Gebietsschutzklauseln, Eröffnungsplan und reduzierte Eintrittsgebühren ab dem zweiten Standort ergänzt.
Franchise- und JV-Anteil im L'Osteria-Netz
Knapp zwei Drittel aller Restaurants werden von Franchise-Partnern oder Joint-Venture-Betreibenden geführt. Im Heimatmarkt Deutschland zählt das System aktuell rund 19 Franchise-Partner. (Quelle: Deutscher Franchiseverband, 2026)
Plattformstrategie als Wachstumsmotor
Der dänische Markteintritt fügt sich in eine umfassendere Plattformlogik ein. Ende 2025 hatte FR L’Osteria die Mehrheit am britischen Pizza-Konzept Pizza Pilgrims übernommen und damit ein zweites Markendach im Konzern etabliert. Geschäftsführer Jacek Trybuchowski formuliert die Zielmarke „European Champion in Casual Dining” innerhalb der nächsten fünf Jahre. Für Franchise-Partner bedeutet das einen wachsenden Pool an Konzepten, der über mehrere Marken hinweg ausgebaut werden kann. Beobachter:innen werden in den kommenden Monaten verfolgen, wie schnell der dänische Partner die angekündigte Standortzahl erreicht und ob sich daraus ein Sprungbrett in die übrigen nordischen Märkte entwickelt.
Plattformstrategie als Wachstumsmotor
Der dänische Markteintritt fügt sich in eine umfassendere Plattformlogik ein. Ende 2025 hatte FR L’Osteria die Mehrheit am britischen Pizza-Konzept Pizza Pilgrims übernommen und damit ein zweites Markendach im Konzern etabliert. Geschäftsführer Jacek Trybuchowski formuliert die Zielmarke „European Champion in Casual Dining” innerhalb der nächsten fünf Jahre. Für Franchise-Partner bedeutet das einen wachsenden Pool an Konzepten, der über mehrere Marken hinweg ausgebaut werden kann. Beobachter:innen werden in den kommenden Monaten verfolgen, wie schnell der dänische Partner die angekündigte Standortzahl erreicht und ob sich daraus ein Sprungbrett in die übrigen nordischen Märkte entwickelt.











