Der Deutsche Franchiseverband gewinnt mit der Commerzbank einen neuen Finanzierungspartner. Die Kooperation soll angehenden Franchisenehmer:innen den Zugang zu Kapital für Gründung und Wachstum erleichtern. Für Franchisesysteme verspricht das schnellere Kreditentscheidungen und damit bessere Voraussetzungen für die nächste Expansionsstufe.
Die Finanzierung gilt in vielen Franchise-Netzwerken als zentraler Engpass beim Wachstum. Genau hier setzt die neue Partnerschaft an, die der Deutsche Franchiseverband (DFV) Anfang Juni 2026 bekannt gab. Der Verband vertritt seit 1978 die Interessen der Branche und zählt heute rund 400 Mitglieder. Die deutsche Franchisewirtschaft umfasst nach Verbandsangaben rund 890 Franchise-Systeme und über 148.500 Franchise-Partner:innen. (Quelle: DFV)
Commerzbank wird neuer Finanzierungspartner des Franchiseverbands
Mit der Commerzbank holt der Verband ein Institut an Bord, das auf Gründungs- und Franchisefinanzierung spezialisiert ist. Bundesweit begleiten mehr als 80 Unternehmensberater:innen junge und etablierte Betriebe, beraten zu passenden Finanzierungslösungen und binden öffentliche Fördermittel ein.
Gerade die öffentlichen Förderprogramme schöpfen viele Gründer:innen ohne fachkundige Beratung kaum aus. Hinzu kommt, dass die Bank Vorhaben entlang der Logik des jeweiligen Franchisesystems prüft, statt jeden Einzelfall isoliert zu bewerten. Das verkürzt im Idealfall die Zeit bis zur Kreditzusage.
Der Systemcheck als Schlüssel zu leichteren Kreditentscheidungen
Ein wichtiger Baustein der Zusammenarbeit ist der Systemcheck des Verbands. Das damit verbundene Qualitätssiegel steht für geprüfte Standards und schafft zusätzliche Transparenz, sowohl für Banken als auch für Franchise-Interessierte. Systeme, die den Check erfolgreich durchlaufen haben, sollen Finanzierungsgespräche und Kreditentscheidungen spürbar beschleunigen können.
Gut zu wissen:
Der Systemcheck ist ein Prüfverfahren des Verbands, mit dem Franchisesysteme ihre Qualität und Transparenz belegen. Das resultierende Siegel dient Banken künftig als zusätzliche Orientierung bei der Kreditvergabe.
„Franchisesysteme sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland”, erklärt Guido Groß, Bereichsvorstand Unternehmerkunden der Commerzbank. Die Bank wolle Finanzierungslösungen schneller, transparenter und passgenauer verfügbar machen und so Wachstum ermöglichen.
Was die Kooperation für Franchisenehmer:innen bedeutet
Für die Mitgliedsunternehmen entsteht ein konkreter Mehrwert. Franchisegeber profitieren von vereinfachten Finanzierungsprozessen für ihre Partner:innen und von schnelleren Entscheidungen. Hinzu kommt ein Ansprechpartner, der die Eigenheiten von Franchisesystemen kennt und Förderprogramme gezielt einbindet.
Wer ein Franchise eröffnet, finanziert meist mehrere Posten gleichzeitig: die Eintrittsgebühr, den Aufbau des Standorts und das laufende Betriebskapital für die Anlaufphase. Ein großer Teil dieses Kapitals stammt klassischerweise von Banken, ergänzt um das Eigenkapital der Gründer:innen. Steht ein verlässlicher Finanzierungspartner früh bereit, lassen sich Standortpläne realistischer kalkulieren.
Die Commerzbank begleitet Gründungen und Expansionen bundesweit mit mehr als 80 spezialisierten Unternehmensberater:innen.

Ein Signal für die Expansion der Netzwerke
Mit dem neuen Partner baut der Verband sein Netzwerk an Finanzierungsgebern weiter aus. Gerade in einer Phase zurückhaltender Konsumstimmung verschafft ein verlässlicher Kreditzugang den Systemen Spielraum für neue Standorte und neue Partner:innen.
Interessierte Unternehmer:innen können sich an den Deutschen Franchiseverband wenden, um die Konditionen und den Ablauf der Finanzierungsbegleitung zu prüfen. Wie stark die Kooperation die Gründungszahlen bewegt, dürfte sich an den Neueröffnungen der kommenden Monate ablesen lassen.











