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Burgermeister expandiert nach Österreich: drei Standorte in Wien noch 2026

3 Min. Lesezeit
burgermeister imbiss im stadion: fans in warteschlange

Die Berliner Burger-Kette Burgermeister, als wachsendes Franchise-Unternehmen, setzt ihren ersten Schritt in den deutschsprachigen Nachbarmarkt: Über einen Master-Franchise-Vertrag mit dem Wiener Unternehmen Schwarz Hirsch sollen noch 2026 drei Standorte in Wien öffnen. Für expansionswillige Gastronom:innen rückt damit ein bewährtes Quick-Service-Konzept im Franchise-Modell ins Blickfeld, das Wachstum konsequent über Partner organisiert.

Angefangen hat alles 2006 unter den U-Bahn-Gleisen am Schlesischen Tor in Berlin-Kreuzberg. Knapp zwanzig Jahre später betreibt Burgermeister nach eigenen Angaben 31 Stores, davon allein neun in der Hauptstadt. Zuletzt kamen Filialen in München, Essen und Frankfurt am Main hinzu. Mit der Ankündigung vom 11. Juni 2026 verlässt die Marke nun erstmals den Weg der reinen Inlandsexpansion und richtet den Blick gezielt auf Österreich.

Den Aufbau in Österreich übernimmt das Wiener Gastronomieunternehmen Schwarz Hirsch. Wie schon in Polen hat Burgermeister dafür einen Master-Franchise-Vertrag unterzeichnet. Dieses Modell überträgt einem lokalen Partner die exklusiven Rechte, die Marke in einem ganzen Land aufzubauen und zu betreiben.

Den Auftakt macht die Hauptstadt. Noch in diesem Jahr sollen drei Standorte in Wien öffnen, der erste bereits im Herbst. Geplant sind Lokale in zentralen Lagen, an Verkehrsknotenpunkten und an ausgewählten Handelsstandorten. Langfristig peilen beide Seiten mindestens 20 Standorte in Österreich an.

Österreich ist nicht der erste Schritt über die Grenze. Bereits Mitte Mai kündigte Burgermeister eine groß angelegte Expansion nach Polen an, den ersten ausländischen Fokusmarkt der Marke. Im Oktober eröffnete die erste Filiale in Stettin.

Die Ziele dort sind ehrgeizig: In den kommenden Jahren sollen allein in Polen 20 bis 40 Restaurants entstehen. Auch dieses Wachstum stützt sich auf das Franchise-Modell. Österreich folgt damit einem Muster, das die Berliner zuvor bereits erprobt haben: ein lokaler Master-Partner, der das Risiko und die operative Verantwortung im jeweiligen Land trägt.

Die Zahlen erklären, warum die Marke nun ins Ausland drängt. Allein 2025 verkaufte die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen Burger und erzielte einen Umsatz von über 100 Millionen Euro.

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Umsatz der Burgermeister-Gruppe im Jahr 2025, bei mehr als sechs Millionen verkauften Burgern. (Quelle: Unternehmensangaben)

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Hinzu kommt ein struktureller Vorteil. Über die heutigen 31 Stores hinaus verfügt Burgermeister nach eigenen Angaben über Produktionskapazitäten für mehr als 100 Standorte weltweit. Diese Reserve macht eine schnelle internationale Skalierung über Franchisepartner:innen erst realistisch.

Für angehende Partner:innen ist vor allem das Vertragsmodell aufschlussreich. Burgermeister wächst im Ausland nicht über Einzelverträge, sondern über Master-Franchise. Direkte Einzelstandort-Chancen entstehen damit eher auf der nachgelagerten Ebene, also über die jeweiligen Länderpartner wie Schwarz Hirsch.

Die nächsten Signale liefert der Herbst, wenn der erste Wiener Standort öffnet. Wer das Konzept aus Kandidatensicht beobachten will, sollte das Tempo der Eröffnungen in Wien und Polen im Blick behalten. Es zeigt, wie tragfähig das Master-Franchise-Modell der Berliner über die Heimatmärkte hinaus wirklich ist.

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