Die US-Systemgastronomiemarke KFC richtet in Deutschland erstmals den Posten der Chief Development Officer ein und vertraut ihn Julia Lehnert an, die seit dem 1. Mai 2026 für Expansion und Markenentwicklung der Franchise-Marke in Deutschland verantwortlich ist. Für Franchisenehmer:innen ist das ein klares Signal: Das Netzwerk soll dichter werden, und neue Standorte sollen schneller entstehen.
Mit mehr als 200 Restaurants zählt KFC zu den größten Hähnchenketten des Landes, geführt werden sie vollständig im Franchise-Modell von Franchisepartner:innen. Allein 2025 kamen 11 neue Standorte hinzu. Bis Ende 2027 will die Marke rund 100 weitere Restaurants eröffnen. Die neu geschaffene CDO-Position soll dieses Tempo absichern und die nächste Wachstumsphase strukturieren.
KFC Deutschland: eine neue Schaltstelle für das Wachstum
Der Konzern bündelt unter der neuen Funktion alle Hebel der Netzentwicklung. Julia Lehnert soll relevante Wachstumsfelder aufspüren, über Investitionen und Expansion entscheiden und die Modernisierung bestehender Restaurants vorantreiben.
Ihr Schwerpunkt liegt auf Markenführung, Design, Portfolio und Franchise-Management. Auch neue Restaurantkonzepte fallen in ihren Bereich, mit denen KFC das Erlebnis vor Ort weiterentwickeln will.
KFC gehört zum US-Konzern Yum! Brands, zu dem auch Pizza Hut und Taco Bell zählen. In Deutschland setzt die Marke seit einiger Zeit auf modernisierte Standorte und neue Storeformate, von kompakten Innenstadtlagen bis zu großzügigen Erlebnisrestaurants. Die CDO-Rolle soll diese Entwicklung jetzt zentral koordinieren.
„Mit Julia Lehnert gewinnen wir eine Führungskraft, die strategisches Denken, operative Stärke und digitale Kompetenz in besonderer Weise vereint”, erklärt Levent Isli, General Manager von KFC Deutschland.
Von AmRest zur Markenseite: das Profil von Julia Lehnert
Lehnert bringt mehr als 15 Jahre internationale Führungserfahrung mit, unter anderem in Markenentwicklung, Recht, Franchise und Transformation im Handel und in der Systemgastronomie. Zuletzt verantwortete sie bei der AmRest Group als Director Development die Portfoliostrategie für Marken wie KFC, Starbucks, Pizza Hut, Sushi Shop und La Tagliatella.
Bemerkenswert ist ihr Wechsel von der Franchisenehmer- auf die Markenseite. Durch ihren juristischen Hintergrund kennt sie Vertrags- und Partnerschaftsstrukturen aus eigener Praxis, ein Pluspunkt für die Steuerung eines reinen Franchise-Netzes.
Digitale Technologien und KI als erklärte Wachstumstreiber
Bei ihrem Antritt rückt Julia Lehnert die Rolle von Technologie in den Vordergrund. Sie will bislang ungenutzte Potenziale heben und gemeinsam mit den Teams, den Franchisepartner:innen und strategischen Partnern wachsen.
Gut zu wissen:
KFC betreibt seine deutschen Restaurants ausschließlich über Franchisepartner:innen. Die CDO steuert künftig, in welchen Lagen neue Einheiten entstehen, von Innenstädten über Drive-throughs bis zu Bahnhöfen und Flughäfen.
Was die Personalie für Franchisepartner:innen bedeutet
Eine eigene Entwicklungsfunktion auf Führungsebene heißt für Kandidat:innen vor allem eines: KFC professionalisiert seine Standortexpansion und will Entscheidungen über neue Restaurants beschleunigen.
Der Wettbewerb im deutschen Quick-Service-Segment bleibt hart. Ketten wie McDonald’s, Burger King oder die wachsenden Hähnchen-Spezialisten ringen um die besten Lagen. Eine klar verantwortete Expansionsstrategie kann hier den Unterschied machen, wenn es um attraktive Gebiete und schnelle Standortentscheidungen geht.
Langfristig peilt KFC die Marke von rund 500 Restaurants in Deutschland an. Aktuell sind es mehr als 200 Einheiten.

Wer sich für ein KFC-Franchise interessiert, sollte die kommenden Monate beobachten: Die Verdichtung des Netzes dürfte neue Gebiete und Standortformate öffnen. Interessierte Unternehmer:innen können die Verfügbarkeit von Regionen direkt beim Franchise-Team der Marke prüfen.

