Isabelle Hessel, Franchise-Partnerin von Club Pilates in Kaiserslautern, ist Franchisegründerin des Jahres 2026. Der Deutsche Franchiseverband zeichnete die ehemalige Fitnessmanagerin am 28. April 2026 in Berlin für den erfolgreichen Aufbau ihres ersten Reformer-Pilates-Studios im Franchise-Modell aus. Ein zweites Studio ist bereits in Planung.
Die Auszeichnung wurde im feierlichen Rahmen der Franchise Awards 2026 im BeachMitte in Berlin verliehen. Eine unabhängige Fachjury hatte aus 42 Bewerbungen jeweils drei Franchise-Unternehmen pro Kategorie nominiert. Die Beteiligung markiert einen Rekord für die deutsche Franchise-Branche. Mit dem Gründerpreis ehrt der Deutsche Franchiseverband Franchise-Partner:innen, die in den vergangenen drei Jahren den Schritt ins Unternehmertum gewagt haben und sich durch herausragende Standortentwicklung auszeichnen. Award-Partner der Kategorie ist der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken, vertreten durch Vorstandsmitglied Guy Selbherr.
Vom Fitness-Management in die Selbstständigkeit
Isabelle Hessel verfügt über einen ungewöhnlichen Karrierepfad innerhalb der Branche. Vor ihrer Gründung war sie als Direktorin bei der LifeFit Group tätig, dem deutschen Master-Franchisegeber von Club Pilates, und hatte zuvor leitende Positionen bei Fitness First inne. Mit dieser operativen Vorerfahrung übernahm sie 2024 als Franchise-Partnerin den Aufbau des Studios in Kaiserslautern. Die Eröffnung erfolgte am 27. Juli 2024. Der Standort profitiert von einer ungewöhnlichen Demografie: In Kaiserslautern und Umgebung leben zahlreiche US-amerikanische Soldat:innen und ihre Familien, die das Reformer-Pilates-Konzept aus den USA bereits kannten und einen Teil der frühen Mitgliederbasis stellen.
Club Pilates: ein Boutique-Konzept im Reformer-Pilates-Segment
Hinter Club Pilates steht das weltweit größte Studio-Netzwerk im Bereich Reformer-Pilates. In Deutschland wird die Marke über die LFG Franchise GmbH, eine Tochter der LifeFit Group, ausgerollt. Jedes Studio arbeitet mit zwölf Reformern sowie ergänzenden Trainingsgeräten und setzt auf monatliche Mitgliedschaften statt Einzelbuchungen. Dieses Modell sorgt für planbare wiederkehrende Umsätze und unterscheidet die Marke von klassischen Pilates-Studios. Das erste deutsche Franchise-Studio öffnete in Königstein im Taunus, weitere Eröffnungen folgten in Hamburg und Kaiserslautern. Mittelfristig plant die LifeFit Group rund 70 Studios in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Investitionsrahmen und Einstiegskonditionen
Im Vergleich zu klassischen Fitnessstudios liegt der Kapitalbedarf bei Club Pilates deutlich niedriger. Die Gesamtinvestition pro Standort beträgt rund 350.000 Euro. Der Franchisegeber verlangt ein Eigenkapital von 50.000 Euro, die übrigen 300.000 Euro werden in der Regel durch Fremdkapital finanziert. Diese Konstellation entspricht dem Profil typischer Erstgründungen mit Bürgschaftsfinanzierung, was den Award-Partner aus dem Bürgschaftswesen erklärt. Für Multi-Unit-Strategien wird das Konzept zudem attraktiv, da Reformer-Studios mit standardisierter Größe und überschaubarem Personal pro Filiale skalierbar sind.
Gesamtinvestition pro Studio
Davon mindestens 50.000 Euro Eigenkapital und rund 300.000 Euro Fremdkapital. Erstes Studio in Deutschland: Königstein im Taunus. (Quelle: LFG Franchise GmbH / FranchisePORTAL, 2026)
Zweites Studio in Vorbereitung
Mit weniger als zwei Jahren Betriebszeit hat Hessel ihren ersten Standort etabliert und bereitet bereits die nächste Eröffnung vor. Damit positioniert sie sich auf der typischen Wachstumstrajektorie eines Multi-Unit-Franchise-Partners im Boutique-Fitness-Segment. Für die LifeFit Group ist die Auszeichnung zugleich eine Bestätigung der Strategie, das Club-Pilates-Netz in der DACH-Region und in den Beneluxstaaten über Franchise-Partner statt Eigenbetrieb auszubauen. Beobachter:innen werden in den kommenden Monaten verfolgen, in welcher Stadt das zweite Studio eröffnet und ob weitere Standortverträge im Rhein-Main-Gebiet, in Hamburg oder darüber hinaus folgen.











