Am 17. und 18. Juni 2026 wird Berlin erstmals Schauplatz des Digital Restaurant Day. Der von foodservice und der dfv Conference Group ausgerichtete Branchentreff bringt Franchise-Systeme, Multi-Unit-Operator und Tech-Anbieter zusammen. Im Zentrum stehen KI, Robotics und digitale Bestellprozesse, also genau jene Hebel, die heute über die Skalierbarkeit gastronomischer Franchise-Konzepte entscheiden.
Die Digitalisierung gilt in der Systemgastronomie längst als kritischer Erfolgsfaktor. Laut Deutschem Franchiseverband waren 2024 rund 193.920 Franchise-Betriebe in Deutschland aktiv, ein Plus von 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Wer in diesem Umfeld wachsen will, braucht skalierbare digitale Strukturen. Genau hier setzt der Digital Restaurant Day 2026 an. Das zweitägige Event findet im The 6th FLOOR by Coca-Cola statt, einem zentralen Veranstaltungsort der Hauptstadt, der den Charakter eines Branchen-Hubs unterstreicht.
Programmstruktur: Trend-Tour, Networking und Kongresstag
Der erste Tag bietet eine Food Trend Tour von 15:00 bis 19:00 Uhr, bei der die Teilnehmenden mehrere innovative Berliner Gastronomiekonzepte vor Ort besuchen. Im Anschluss folgt die Digital Restaurant Night bis 22:00 Uhr, ein offenes Networking-Format. Der zweite Tag ist dem klassischen Kongressformat vorbehalten und kombiniert Hauptbühne mit kuratierten Deep Dives. Moderiert wird das Programm von Markus Roman und Christian Preußer aus der foodservice-Redaktion. Die Trennung in einen explorativen und einen analytischen Tag erlaubt sowohl operativen als auch strategischen Entscheidern einen passgenauen Zugang.
Fokusthemen 2026: KI, Robotics und Schnittstellenmanagement
- Digitale Landschaft der Gastronomie: aktuelle Trends und Herausforderungen der Digitalisierung in der Systemgastronomie.
- Künstliche Intelligenz: Effizienzsteigerung durch KI-gestützte Prozesse in Bestellung, Personalplanung und Marketing.
- Social Media und Bewertungen: Maximierung der Sichtbarkeit durch strategisches Reputationsmanagement.
- Robotics und Automatisierung: Einfluss neuer Automatisierungstechnologien auf den gastronomischen Alltag.
- Integrations- und Schnittstellenmanagement: Best Practices für die nahtlose Verbindung von Kassen-, Bestell- und HR-Systemen.
Für Franchise-Partner sind diese Themen wirtschaftlich relevant. Wer Multi-Unit-Strukturen aufbaut, braucht standardisierte Schnittstellen, automatisierte Reportings und KI-gestützte Tools, um Personalkosten und Margen unter Kontrolle zu halten.
Stimmen aus etablierten Franchise- und Systemmarken
Die Sprecherliste 2026 zeigt einen klaren Bezug zur Franchise- und Systemgastronomie. Mit dabei sind unter anderem Peter Prislin (HANS IM GLÜCK Franchise GmbH), Tobias Karmann (Frittenwerk), Leander Brune (Burgermeister), Patritsia Sand (SSP DACH), Jan Brormann (foodforecast) und Innovation-Expertin Miriam Ueberall. Damit stehen sowohl skalierte Franchise-Marken als auch Tech-Anbieter und Travel-Retail-Spezialisten auf der Bühne. Für Franchisegeber ist die Mischung wertvoll, weil sie konkrete Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Wachstumsstadien liefert.
Gut zu wissen
Mit der Verlegung nach Berlin ändert der Digital Restaurant Day seinen Charakter. Die Hauptstadt gilt als Testlabor für Gastro-Start-ups, KI-Projekte und neue Lieferdienste. Wer als Franchise-Partner über digitale Investitionen nachdenkt, findet hier eine breite Palette an Use Cases und Anbietern auf einem Kongress.
Was Franchise-Entscheider in Berlin mitnehmen können
Für Franchisegeber bietet das Format vor allem drei Anknüpfungspunkte. Erstens den direkten Vergleich der Digitalisierungsstrategien führender Systeme, zweitens den Austausch über Standardisierung und IT-Compliance im Netzwerk, drittens die Identifikation neuer Tech-Partner. Wer ein expandierendes System betreibt oder als Franchise-Partner mehrere Standorte verantwortet, kann konkrete Impulse für Investitionsentscheidungen mitnehmen, von KI-Agenten in der Personaleinsatzplanung bis hin zu Robotics-Lösungen in der Küche. Die Veranstaltung schließt damit eine Lücke zwischen klassischen Gastro-Messen und reinen Tech-Konferenzen. Beobachter:innen werden vor allem darauf achten, ob das Berliner Format künftig die Funktion eines jährlichen Standorts für die deutsche Systemgastronomie übernimmt.











