Scusi soll aus Bad Kreuznach heraus zum bundesweiten Franchise-System werden: Die Gastronomen Ali Moazzami und Shokofeh Ghafouri, seit über 22 Jahren mit Rick’s am Markt, haben dafür eigens die SCUSI Franchise GmbH gegründet. Für Franchise-Interessierte aus der Gastronomie ist damit ein neuer Player entstanden, dessen Konzept erst noch Konturen gewinnen muss.
Das Unternehmerpaar betreibt seit 2001 die Gastronomie rund um das Cineplex an der Kreuznacher Kreuzstraße, aus der über die Jahre gleich drei Konzepte unter der Marke Rick’s entstanden: Bistro, Lounge und Kaffeehaus. Mit Scusi, seit Kurzem in einem Diakoniegebäude ansässig, setzen sie nun auf mediterranes, an die Toskana angelehntes Flair. Dieses zweite Konzept soll künftig als eigenständiges Franchise-Netzwerk wachsen.
Von Rick’s zu Scusi: zwei Jahrzehnte Gastro-Erfahrung
Ali Moazzami gilt in Bad Kreuznach als Fachmann für Planung und Einrichtung von Gastronomie- und Hotelleriebetrieben. Gemeinsam mit Shokofeh Ghafouri baute er das Bistro Rick’s mit 120 Sitzplätzen auf, später folgten eine Tapas-Wein-Lounge und ein Kaffeehaus am selben Standort.
Namensgeber war der Filmklassiker Casablanca: Alle drei Häuser am Cineplex tragen den Namen des dortigen „Rick’s Café Américain”. Aus einem einzelnen Bistro wurde so über zwei Jahrzehnte ein kleines, aber eingespieltes Mini-Netzwerk am selben Standort, lange bevor an Franchise überhaupt zu denken war.
Die Franchise-Ambitionen im Detail
Wie ernst es dem Paar mit dem Franchise-Gedanken ist, zeigt der Blick ins Handelsregister: Dort ist die SCUSI Franchise GmbH eingetragen, mit einem Stammkapital von 25.000 Euro und Moazzami sowie Ghafouri als gemeinsamer Geschäftsführung.
Gut zu wissen
Eine eigene Franchise-Seite mit Konditionen, Eintrittsgebühr oder Gebietsschutz ist bislang nicht öffentlich zugänglich. Auch zu Standortzahl oder Investitionssumme äußert sich das Unternehmerpaar noch nicht.
Regionale Gastronom:innen wagen den Schritt zum Netzwerk
Scusi reiht sich in eine Bewegung ein, in der einzelne, lange etablierte Lokale den Sprung zum Franchise-System wagen, statt organisch mit eigenen Filialen zu wachsen. In Deutschland zählt die Franchisewirtschaft insgesamt rund 890 Franchise-Systeme (Quelle: DFV), viele davon aus der Gastronomie.
Für Moazzami und Ghafouri bedeutet der Schritt einen Rollenwechsel: von Gastgeber:innen des eigenen Lokals zu Franchisegeber:innen, die künftig Partner:innen auswählen, schulen und begleiten müssen.
Anders als bei bundesweit bekannten Systemgastronomie-Marken fehlt Scusi bislang die überregionale Bekanntheit. Ob das Konzept aus der Kurstadt an der Nahe außerhalb von Rheinland-Pfalz trägt, muss sich erst noch zeigen.
Was jetzt noch fehlt
Weder ein Starttermin für die Franchise-Vergabe noch ein Zielgebiet oder eine geplante Anzahl an Standorten sind bislang bekannt. Auch die Investitionssumme für künftige Franchisenehmer:innen steht noch nicht fest.
Genau diese Lücke macht Scusi interessant: Selten lässt sich die Gründungsphase eines Franchise-Systems so früh beobachten, direkt ab dem Handelsregistereintrag und noch vor dem ersten öffentlich kommunizierten Baustein des Partnerkonzepts.
L’Express Franchise Deutschland bleibt an dem Konzept dran und meldet sich, sobald Moazzami und Ghafouri konkrete Zahlen zu Scusi veröffentlichen. Bis dahin bleibt die Gründung der SCUSI Franchise GmbH das deutlichste Signal für ihre Ambitionen.











