Mit RoboRelax öffnet ein Münchner Massagestudio, in dem KI-gesteuerte Roboter statt Masseur:innen arbeiten, sein Konzept für Franchisepartner:innen. Gründer Ben Wegscheider will aus dem Pilotstandort am Stachus eine Kette machen. Für Kandidat:innen bedeutet das einen Einstieg mit wenig Fläche, schlankem Personal und einem Franchise-Konzept, das bereits viel Aufmerksamkeit erzeugt.
Am 1. Juni 2025 hat RoboRelax in der Münchner Sonnenstraße eröffnet. Das Studio arbeitet mit zwei Massagerobotern und versteht sich als erster KI-Roboter-Massagesalon Europas. Nach eigenen Angaben haben bereits mehr als 1.000 Kund:innen eine Sitzung gebucht.
Das Medienecho war groß: Sat.1, ProSieben Galileo und Taff sowie mehrere Münchner Radiosender berichteten über den Start. Nun sucht das Unternehmen über eine eigene Franchise-Seite Partner:innen für weitere Städte.
RoboRelax: Massage per Körperscan und Touchscreen
Der Ablauf ist standardisiert. Die Kundschaft bucht online, bleibt bekleidet und legt sich auf die Liege. Ein 3D-Scan erfasst den Körper, danach führt der Roboter die Massage aus. Druck und Tempo lassen sich während der Sitzung per Touchscreen anpassen.
Eine halbe Stunde kostet 25 Euro am Basismodell und 30 Euro am Premiummodell mit Infrarotwärme. Für 60 Minuten zahlen Kund:innen 40 beziehungsweise 50 Euro. Geöffnet ist montags bis samstags, ausschließlich mit Termin. Laufkundschaft spielt im Modell keine Rolle: Jede Sitzung wird vorab gebucht und bezahlt, was die Auslastung planbar macht.
Das Franchise-Paket: Technik, Buchung und Gebietsschutz
Der Franchisegeber liefert die Roboter, installiert und konfiguriert sie. Dazu kommen ein komplettes Buchungssystem mit Online-Zahlung, Gutscheinen und Kalender sowie eine eigene Standortseite für die jeweilige Stadt.
Im Marketing stellt RoboRelax Vorlagen für Social Media und Google Ads bereit, außerdem PR-Material. Ein persönliches Onboarding, ein Betriebshandbuch sowie Wartung und Software-Updates gehören ebenfalls zum Paket. Jeder Standort erhält im Franchisevertrag ein geschütztes Einzugsgebiet.
So viel Fläche reicht laut RoboRelax mindestens für einen Standort. Vor Ort genügt nach Unternehmensangaben eine einzige Hilfskraft.

Ein Profil für Quereinsteiger:innen und Technikaffine
Branchenerfahrung setzt das System nicht voraus. Angesprochen werden IT-Fachleute, Selbstständige, Profis aus Wellness und Beauty sowie Quereinsteiger:innen.
Das Argument ist die Personalfrage. Klassische Massage- und Wellnessstudios hängen an ausgebildeten Fachkräften, die schwer zu finden sind. Hier übernimmt laut Unternehmen der Roboter 90 % der Arbeit, was den Betrieb kleiner Flächen in Innenstädten oder Einkaufszentren erleichtern soll. Einen Vertrag schließt RoboRelax erst nach einem persönlichen Kennenlernen.
Der Trend ist international. In den USA bietet die Kette Massage Envy seit Ende 2025 an ausgewählten Franchise-Standorten Roboter-Massagen des Herstellers Aescape an. In Deutschland gehört RoboRelax zu den Vorreitern, die daraus ein eigenes Franchise-Modell entwickeln.
Konditionen im persönlichen Gespräch: So läuft die Bewerbung
Die Konditionen stimmt RoboRelax individuell mit jeder Partnerin und jedem Partner ab, passend zu Standort und gewünschter Ausstattung. Auch für die Roboter erstellt das Unternehmen ein eigenes Angebot. Im Bewerbungsformular geben Interessierte ihre Investitionsbereitschaft an, in Stufen von Franchises bis 25.000 Euro oder bis über 100.000 Euro. Die Spanne spricht damit ganz unterschiedliche Budgets an.
Gut zu wissen:
Wer das Konzept vorab selbst erleben möchte, kann im Münchner Studio eine Sitzung buchen, ab 25 Euro für 30 Minuten. So lässt sich der Ablauf aus Sicht der Kundschaft testen, bevor das erste Gespräch mit dem Gründer stattfindet.
Mit dem Franchise-Start will RoboRelax die Roboter-Massage aus München in weitere deutsche Städte bringen. Interessierte Unternehmer:innen können sich über die Franchise-Seite direkt beim Gründer melden und die Verfügbarkeit von Gebieten in ihrer Region prüfen.











