Mit Moin Sushi wächst im Nordwesten ein Franchise-System, das Sushi und Bowls gezielt in Kleinstädte und Gemeinden liefert. Seit Sommer 2025 zählt der Lieferdienst vier Standorte, alle in der Hand selbstständiger Partner:innen. Für Gründer:innen ohne lange Gastro-Laufbahn ist der Einstieg über eine kompakte Schulung angelegt.
Gestartet ist das Konzept im Mai 2022 in Weyhe-Sudweyhe, südlich von Bremen. Hinter dem ersten Standort standen die Unternehmer Akin Ogurol, Karsten Abel und Thomas Dick. Schon am Eröffnungstag war die Ware vor Ladenschluss ausverkauft.
Danach kamen Achim und Elmshorn hinzu, im Juli 2025 folgte Delmenhorst. Alle Betriebe führen selbstständige Franchisepartner:innen. (Quelle: Weser-Kurier)
Moin Sushi: Sushi für Orte, an die sonst niemand liefert
Moin Sushi verzichtet auf einen Gastraum und arbeitet ausschließlich als Lieferdienst. Die Karte reicht von Bowls zum Selbstzusammenstellen mit mehr als 30 Zutaten über Maki, Nigiri und frittierte Rolls bis zu Mochi mit Eis.
Die Standortwahl folgt einer klaren Linie. „Unser Konzept soll dörflich bleiben“, erklärt Akin Ogurol, einer der Betreiber des ersten Standorts. Das Netz meidet also die Großstadt, wo Sushi-Anbieter dicht an dicht liefern, und setzt auf Gemeinden mit wenig Konkurrenz.
Kund:innen bestellen über eine eigene App sowie über Plattformen wie Lieferando und Uber Eats.
Delmenhorst: ein 22-jähriger Quereinsteiger als vierter Partner
Der Standort in Delmenhorst zeigt, welches Profil das System anspricht. Jassin Ghazouani war bei der Eröffnung 22 Jahre alt und stammt aus Hamburg. Dort hatte er als Fahrer für einen Sushi-Lieferdienst gearbeitet, eine Ausbildung im Fitnessbereich brach er nach 18 Monaten ab.
Vor dem Start absolvierte er eine dreiwöchige Schulung im Stammhaus in Weyhe. Seinen Betrieb an der Lahusenstraße, laut Weser-Kurier der erste reine Sushi-Lieferdienst der Stadt, führt er mit seiner Verlobten und mehreren Teilzeitkräften. Langfristig will er weitere Standorte eröffnen, zunächst aber Delmenhorst festigen.
Gut zu wissen
In Deutschland muss der Franchisegeber Ihnen alle wesentlichen Zahlen rechtzeitig vor Unterzeichnung des Franchise-Vertrages offenlegen, so verlangt es die vorvertragliche Aufklärungspflicht nach BGB.
Sushi-Lieferdienst im Franchise: worauf Interessierte achten sollten
Ein reiner Lieferbetrieb kommt ohne teure Innenstadtlage und ohne Gastraum aus. Die Kosten verlagern sich dafür auf Personal und Logistik. Schon zum Start in Sudweyhe suchten die Betreiber gezielt Sushi-Köch:innen und Fahrer:innen, ein Engpass, den jede:r neue Partner:in vor Ort selbst lösen muss.
Nach Delmenhorst: wie weit trägt das Dorfkonzept?
Mit Elmshorn hat Moin Sushi den Raum Bremen bereits verlassen und die Metropolregion Hamburg erreicht. Der Zuschnitt auf kleinere Orte eröffnet theoretisch viele weiße Flecken in Norddeutschland. Ob sich das Modell auch weiter im Süden trägt, ist offen.
Gründungsinteressierte können sich über das Bewerbungsformular auf der Franchise-Seite von Moin Sushi melden und die Verfügbarkeit von Gebieten in ihrer Region prüfen.











