McDonald’s will bis 2036 rund 8,5 Milliarden US-Dollar in die Unterstützung seiner Franchisenehmer:innen stecken, etwa 5 Milliarden davon bis 2030. Für die rund 1.350 Restaurants in Deutschland ist offen, wann und in welchem Umfang davon etwas ankommt. Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht.
Der Konzern stellte das Paket am 23. September 2026 auf seinem Investor Day vor, als Teil der Strategie „McDonald’s > NEXT“. Das Geld soll als Mietentlastung und Kapitalhilfe in die Modernisierung der Restaurants fließen. Weltweit zählt das System fast 46.000 Franchise-Restaurants. Deutsche Medien rechnen die Summe auf etwa 7,5 Milliarden Euro um. Für Betreiber:innen hierzulande bleibt die Frage, was davon in ihren Restaurants spürbar wird.
Vier Säulen und eine KI für die Restaurantplanung
Die Strategie ruht auf vier Pfeilern: Menü, Gäste, Restaurant und Mitarbeitende. Beim Restaurant setzt der Konzern auf die generative KI ArchIQ und auf einfachere Abläufe. Unterm Strich peilt er auf Restaurantebene einen Effizienzgewinn von rund 250 Basispunkten an.
Sichtbar werden soll das an modernisierten Gasträumen, offenen Küchen, Abholfächern für Lieferbestellungen, verbesserten Drive-throughs und teils erneuerten Spielbereichen. Bei den Produkten rückt Geflügel in den Vordergrund: gegrillte Chicken-Sandwiches und Wraps, dazu Tests mit Egg Bites und Bowls.
Skye Anderson, President von McDonald’s USA, verweist auf die wachsende Nachfrage nach mehr Protein und flexiblen Portionsgrößen. Konzernchef Chris Kempczinski setzt laut Mitteilung auf Größe, Kundenwissen, Markentreue und operative Stärke, um den nächsten Wandel im Markt zu bewältigen.
Geld für Franchisenehmer: Mietentlastung und Kapitalunterstützung
Die zentrale Zahl lautet 8,5 Milliarden US-Dollar bis 2036, davon rund 5 Milliarden bis 2030. McDonald’s beziffert den Effekt für die USA auf durchschnittlich etwa 100.000 US-Dollar zusätzlichen Cashflow pro Restaurant und Jahr.
Unterstützung für Franchisenehmer:innen bis 2036, davon rund 5 Milliarden bis 2030. (Quelle: McDonald’s Investor Day, 23.09.2026)

Die Cashflow-Zahl gilt ausdrücklich für den US-Markt. Für Deutschland lässt sie sich nicht übertragen. Zugleich plant der Konzern von 2027 bis 2030 Investitionen von etwa 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr, zusätzlich zur Partnerunterstützung von 1,5 bis 2 Milliarden insgesamt.
Deutschland: 1.350 Restaurants, aber noch kein Zeitplan
Nach Angaben des Deutschen Franchiseverbands betreibt McDonald’s in Deutschland rund 1.350 Restaurants, etwa 94 % davon führen selbstständige Franchisepartner:innen. Deutschland gehört zu den „International Operated Markets“, für die die neue Strategie grundsätzlich gilt.
Konkrete Änderungen und Zeitpläne variieren laut McDonald’s je nach Restaurant und Markt. Ein deutsches Budget oder einen Starttermin hat der Konzern bislang nicht genannt. Wie viele Restaurants hierzulande bis 2030 umgebaut werden, ist damit offen.
Gut zu wissen
Laut DFV-Systemprofil liegt die Eintrittsgebühr bei 46.000 Euro, die laufende Gebühr bei 5,0 % und der Werbebeitrag bei 5,0 %. Gefordert wird ein Eigenkapitalanteil von 12,5 %. McDonald’s will in Deutschland in den kommenden Jahren rund 500 neue Standorte eröffnen und zugleich Bestandsrestaurants beim Generationswechsel übernehmen.
Was Betreiber:innen und Bewerber:innen jetzt beobachten sollten
Entscheidend wird, ob Mietentlastung und Kapitalhilfen die Umbaukosten auch in Deutschland spürbar abfedern. Wer ein Restaurant übernehmen will, sollte den Modernisierungsbedarf des Standorts und die dafür vorgesehene Unterstützung schriftlich klären.
Die Börse reagierte am Tag der Vorstellung mit einem Kursminus von 4,81 % (Quelle: ms-aktuell.de), der Plan setzt aber auf langfristige Wirkung. Ein deutscher Zeitplan oder Zahlen zur Unterstützung hierzulande wären das Signal, dass die Milliarden auch bei den Franchisepartner:innen im Land ankommen.











