Das neue Restaurant von McDonald’s in Gardelegen öffnet später als angekündigt: Statt Ende September peilt das Franchise-Unternehmen nun eine Eröffnung im Dezember 2026 an. Das Projekt an der B 188 zeigt, dass der Systemgastronom seine Expansion auch in kleinere Städte der Altmark trägt, mit einem Standort, der auf Drive, Digitalbestellung und Energie vom eigenen Dach setzt.
Zunächst hatte die Hansestadt Gardelegen den Termin selbst öffentlich gemacht: Ende September sollte das Restaurant im Gewerbegebiet Ost starten. Die Stadt hatte dem Konzern dafür rund 3.000 Quadratmeter Fläche verkauft, direkt an der Bundesstraße, gegenüber dem GDL-Hotel auf dem früheren Glaswerk-Gelände.
Mitte August kam die Korrektur. Laut Volksstimme war auf der Baufläche zu diesem Zeitpunkt noch wenig zu sehen, ein Sprecher von McDonald’s stellte stattdessen den Dezember in Aussicht.
McDonald’s Gardelegen: Eröffnung rutscht vom Herbst in den Winter
Ein konkretes Datum nennt das Unternehmen bislang nicht. Der Zeitplan verschiebt sich damit um rund drei Monate gegenüber der ursprünglichen Ankündigung der Stadt.
Solche Verschiebungen sind bei Neubauten mit Drive-in keine Seltenheit: Erschließung, Genehmigungen und Technik greifen eng ineinander. Auch in Niedersachsen musste McDonald’s zuletzt nachjustieren, wie das Beispiel der verschobenen Eröffnung in der Oldenburger Innenstadt zeigt. Für Gardelegen bleibt entscheidend, ob der Rohbau noch vor dem Winter steht.
187 Plätze, sechs Terminals und ein McDrive mit zwei Spuren
An der inhaltlichen Planung ändert die Verzögerung nichts. Im Gastraum stehen 112 Sitzplätze bereit, bei gutem Wetter kommen 75 Plätze auf der Terrasse hinzu.
Sitzplätze insgesamt: 112 im Innenraum und 75 auf der Terrasse. (Quelle: Hansestadt Gardelegen)

Bestellt wird vor allem digital: sechs Self-Order-Terminals im Restaurant und die McDonald’s-App entlasten den Tresen. Für den Verkehr auf der B 188 plant das Unternehmen einen McDrive mit zwei Spuren, ein Format, das Wartezeiten zu Stoßzeiten verkürzen soll.
Photovoltaik und Schnellladesäulen: das Energiekonzept an der B 188
Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage einen Teil des Strombedarfs decken. Auf dem Parkplatz entstehen zwei Schnellladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten für Elektroautos.
Hinzu kommen spezielle Recyclingstationen für die Mülltrennung. Die Kombination aus Ladeinfrastruktur und Drive-in ist kein Zufall. Wer an einer Bundesstraße sein Auto lädt, hat Zeit für einen Stopp im Restaurant, und die Ladesäule wird so zum zusätzlichen Grund, anzuhalten.
McDonald’s Deutschland: 94 % der Restaurants in Franchise-Hand
Hinter dem Gardelegener Projekt steht ein System, das fast vollständig auf Franchisenehmer:innen baut. Rund 210 Franchise-Partner:innen betreiben den Großteil der 1.365 Restaurants in Deutschland. (Quelle: BdS)
Anteil der Franchise-Restaurants
Fast alle McDonald’s-Standorte in Deutschland führen selbstständige Unternehmer:innen. (Quelle: Bundesverband der Systemgastronomie)
Der Konzern plant, in den kommenden Jahren 500 neue Franchise-Restaurants zu eröffnen und 1.000 bestehende Standorte zu modernisieren. Das Investitionsvolumen beziffert er auf rund drei Milliarden Euro. Neue Standorte in Mittelstädten wie Gardelegen gehören zu dieser Offensive.
Was bis zur Eröffnung im Dezember noch offen ist
Drei Punkte sind bis zum Start noch offen: der genaue Eröffnungstag, der Name der Betreiberin oder des Betreibers und die Zahl der neuen Stellen. Die Volksstimme hatte im Juni über Betreiber und Arbeitsplätze berichtet, diese Details stehen jedoch hinter der Bezahlschranke.
Gut zu wissen:
Ein erstes Signal für den Endspurt sind meist Stellenanzeigen für den neuen Standort. Sie erscheinen in der Regel einige Wochen vor der Eröffnung.
Für die Region wäre der Dezember ein symbolischer Termin: Das Restaurant würde mitten in der umsatzstarken Vorweihnachtszeit starten.











