Marmitas aus Weilheim will zur Kette werden. Die Geschwister Franziska und Leopold Glas führen ihre Suppen- und Pasta-Bar seit 2011 selbst und bauen nun ein Franchisesystem auf. Gesucht werden zunächst Franchise-Partner:innen im südlichen Bayern, die ihren Store eigenverantwortlich leiten.
Gegründet 2011 in der Admiral-Hipper-Straße in Weilheim, steht Marmitas für frisch gekochte Suppen, frei kombinierbare Pasta und tägliche Salate. Die Gäste wählen Nudeln und Sauce selbst und sehen am Frontcooking, wie ihr Gericht entsteht. Im Stammhaus kostet eine große Suppe 7 Euro, die kleine 5 Euro, jeweils mit Brot. Dieses Modell, nach eigenen Angaben seit der Gründung im eigenen Betrieb erprobt, soll nun über die Marmitas Franchise GmbH an weitere Standorte gehen.
Das Gründerduo: Betriebswirtschaft trifft Systemgastronomie
Franziska Glas ist Diplom-Kauffrau und hat Betriebswirtschaft in Augsburg studiert. Leopold Glas kommt aus der Systemgastronomie und hat seine Ausbildung bei McDonald’s in München absolviert. Beide führen Marmitas als Geschäftsführer:innen.
Diese Mischung prägt das Konzept: standardisierte Rezepturen und feste Abläufe auf der einen Seite, ein kompaktes Format mit regionalen Zutaten auf der anderen. Wer ein Franchise-Netzwerk aufbaut, braucht genau diese Reproduzierbarkeit, denn sie entscheidet, ob ein zweiter Standort den ersten tatsächlich kopieren kann. Der Praxisbeweis steht allerdings noch aus: Auf der Website ist bislang nur das Stammhaus in Weilheim aufgeführt.
Die Systemzentrale in Weilheim verspricht Partner:innen Unterstützung bei Standortsuche und Planung, bei der Ausbildung, beim Einkauf und bei den Lieferanten. Hinzu kommen zentrales Marketing, laufendes Controlling und ein internes Partnerportal namens PastaNet.
Auf Kundenseite setzt Marmitas auf eine eigene App für Vorbestellungen und Treuepunkte. Speisen zum Mitnehmen gehen in Mehrwegschalen mit Pfand oder in biologisch abbaubare Verpackungen.
Auffällig ist das Zeitmodell: Das Stammhaus öffnet montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr. Für Interessierte ist das ein Detail mit Gewicht, denn es unterscheidet das Format von klassischer Abendgastronomie.
Gesucht: Partner:innen, die selbst an der Theke stehen
Marmitas wendet sich an Gründer:innen mit Eigenkapital und unternehmerischer Motivation. Die Partner:innen führen den Store selbst, arbeiten an der Theke mit, stellen das Team ein und tragen die wirtschaftliche Verantwortung. „Wir suchen keine stillen Investoren“, heißt es dazu auf der Franchise-Website des Systems.
Gastronomieerfahrung ist ausdrücklich kein Muss. Verlangt werden Gastgeberqualitäten, Organisationstalent, Führungsbereitschaft, Hygienebewusstsein und ein kaufmännisches Grundverständnis.
Die Auswahl läuft in fünf Schritten: Kontaktformular, persönliches Kennenlernen, ein Probetag im Weilheimer Store, die gemeinsame Entscheidung und die vorvertragliche Aufklärung. Erst danach folgen Standortwahl und Franchisevertrag.
Gut zu wissen:
Zu Gesamtinvestition, Eigenkapitalhöhe, Eintrittsgebühr und laufenden Gebühren macht Marmitas auf der Website keine Angaben. Diese Zahlen lassen sich nur direkt bei der Zentrale in Weilheim erfragen.
Marmitas: Der erste Franchise-Standort wird zum Test
Marmitas sucht Partner:innen zunächst im südlichen Bayern, mit Fokus auf die Nähe zur Zentrale in Weilheim. Diese Konzentration erleichtert Betreuung und Belieferung, begrenzt aber das Tempo.
Entscheidend wird, wie schnell die ersten Verträge folgen und ob die Gründer:innen ihre Konditionen offenlegen. Interessierte Unternehmer:innen können sich über das Kontaktformular der Franchise-Website melden, um das Konzept persönlich kennenzulernen und beim Probetag selbst zu prüfen.











