Die Kölner Croissanterie Madame Croissant betreibt neun Stores in Deutschland und hat für 2026 zehn weitere Eröffnungen angekündigt, von München bis Leipzig. Das 2022 gegründete System wächst über Franchisepartner:innen und setzt neben dem Ladengeschäft gezielt auf Catering für Firmenkunden als zweites Standbein.
Der erste Store öffnete im Oktober 2022 in Köln. Im September 2023 folgte die K+M Madame Croissant Franchise GmbH, im Februar 2024 der erste Franchise-Betrieb. Hinter dem System stehen die Gründer Kay Wernerus und Majid Yaman.
Heute listet die Marke Stores in Aachen, Berlin, Bielefeld, Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Mönchengladbach und Oldenburg. Zuletzt kamen Dresden im November 2025 und Oldenburg im Juli 2026 hinzu.
Madame Croissant: wo das Netz als Nächstes wächst
Auf der Liste der kommenden Standorte stehen Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Heidelberg, Leipzig, München, Sindelfingen, Tegernsee und Ulm. Damit würde sich das Franchise-System gut verdoppeln, mit einem klaren Schwerpunkt im Süden.
Am weitesten ist Tegernsee: Der Store in der Seestraße soll Mitte Oktober 2026 eröffnen. Mit dem Ort am See kommt erstmals eine Feriendestination hinzu, ein Test, ob das Konzept auch abseits großstädtischer Einkaufsstraßen trägt.
In Betrieb, dazu neun Städte mit angekündigter Eröffnung. (Quelle: Madame Croissant, Stand Oktober 2026)

Ein Produkt, mehrere Formate und Catering als zweites Standbein
Das Sortiment dreht sich um ein einziges Produkt: das Croissant, süß oder herzhaft, ergänzt durch Kaffee und Getränke. Über die Wandelbarkeit dieses Produkts will Wernerus beim snackday 2026 in Düsseldorf sprechen (Quelle: food-service).
Die Formate reichen vom kleinen Takeaway bis zum Café mit Sitzplätzen. In Bielefeld haben die Franchisepartner Viviana Demme und Nino vom Hofe das Konzept um einen Cafébereich erweitert. Hinzu kommt Catering für Firmenkunden, das nicht jeder Store anbietet. Laut Wernerus kann es den Gewinn eines Standorts deutlich anheben.
Was Franchisepartner:innen mitbringen müssen
Für die Einrichtung eines Stores nennt Kay Wernerus einen Rahmen von 70.000 Euro bis über 100.000 Euro, je nach Gestaltung. Als Eigenkapital empfiehlt er 20 bis 30 % der Investition.
Wareneinsatz und Personal sollen zusammen höchstens 60 % des Umsatzes ausmachen, besser 40 bis 50 %. Im ersten Jahr peilt das System eine Marge von 10 % an, mit starkem Catering seien bis zu 30 % möglich. Entscheidend sei die Person am Standort: „Diese Person macht am Ende aus, ob du 10 %, 20 % oder 30 % Gewinn von dem Umsatz, den du hast, mit nach Hause bringen“, erklärt Kay Wernerus, Mitgründer von Madame Croissant.
Gut zu wissen
Gebühren und Vertragsbedingungen veröffentlicht Madame Croissant nicht auf der Website. Interessierte erhalten über die Franchiseseite der Marke ein Infopaket mit den Details.
Vom Eröffnungshype zum Dauerbetrieb
Zur Eröffnung in Dresden verteilte Madame Croissant Gratis-Croissants an die ersten 100 Gäste. Die Dresdner Lokalpresse merkte aber an, dass sich ein Konzept erst nach einigen Monaten beweist, nicht am ersten Samstag.
Mit zehn Eröffnungen in einem Jahr verlässt das System die Phase der handverlesenen Standorte. Für Kandidat:innen lohnt der Vergleich mit etablierten Snack-Systemen wie Le CroBag. Wer einen eigenen Store prüft, sollte gezielt nach den Zahlen der Stores fragen, die seit mehr als einem Jahr laufen.











