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Döner-Franchise setzt auf Wachstum – Angriff auf die Fast-Food-Branche?

2 Min. Lesezeit
knuspriger döner‑wrap mit pommes und logo

Das Döner-Franchise Mangal x LP10 Döner, an dem der ehemalige Fußballweltmeister Lukas Podolski maßgeblich beteiligt ist, plant eine deutliche Expansion über den deutschen Markt hinaus. Ziel ist es, das bislang stark fragmentierte Dönergeschäft zu standardisieren und als skalierbares Franchise-System international zu etablieren.

Vom Street Food zum Franchise-Modell

Der Döner gehört zu den beliebtesten Fast-Food-Produkten in Europa und ist damit auch für Unternehmer interessant, die ein eigenes Restaurant eröffnen möchten oder in die Systemgastronomie einsteigen wollen. Bislang wird das Produkt jedoch überwiegend von unabhängigen Imbissen und Einzelbetrieben angeboten. Eine global dominierende Marke existiert bisher nicht.

Genau hier setzt das Konzept an: Durch einheitliche Prozesse, zentralisierte Beschaffung und definierte Markenstandards soll ein professionelles Franchise-Netzwerk entstehen, das Wachstum und Wiedererkennbarkeit miteinander verbindet.

Konkurrenz für etablierte Systemgastronomie?

Langfristig formuliert das Unternehmen den Anspruch, auch mit großen Fast-Food-Ketten in Wettbewerb zu treten. Branchenbeobachter sehen darin jedoch eine ambitionierte Zielsetzung.

Globale Marktführer wie McDonald’s oder KFC verfügen über jahrzehntelang aufgebaute Strukturen, enorme Kapitalressourcen und hochoptimierte Lieferketten. Für neue Konzepte bedeutet das: Der Erfolg hängt weniger vom Produkt selbst als von operativer Exzellenz, Logistik und Standortstrategie ab.

Lukas Podolski als Wachstumstreiber

Die Beteiligung von Lukas Podolski sorgt für hohe mediale Aufmerksamkeit und erleichtert den Markteintritt in neuen Märkten. Gerade im Franchise-Geschäft kann ein prominentes Gesicht die Markenbekanntheit deutlich beschleunigen.

Allerdings bleibt offen, ob die Marke langfristig auch ohne den Prominentenfaktor nachhaltig wachsen und sich international etablieren kann.

Technologische Ambitionen: Was wurde aus dem Robotik-Projekt?

Über die klassische Expansion hinaus setzt das Unternehmen auch auf technologische Innovationen. Ein besonders ambitionierter Teil der Strategie ist die Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Circus SE.

Angekündigt wurde der Start eines Projekts im Herbst 2025 mit dem Ziel, eine weitgehend autonome Schnellrestaurant-Infrastruktur aufzubauen. Geplant war zunächst ein Rollout von 500 CA-1-Roboterrestaurants in Deutschland bis 2027, gefolgt von einer möglichen Expansion in internationale Märkte wie die Türkei, Japan und Polen.

Perspektivisch war sogar ein Ausbau auf bis zu 2.400 autonome Einheiten im Gespräch, bei denen Bestell- und Zubereitungsprozesse weitgehend automatisiert ablaufen sollten. Das Vorhaben wurde dabei als potenzieller Wendepunkt in der Systemgastronomie positioniert.

Zum Stand Anfang 2026 gibt es jedoch keine bestätigten Hinweise auf einen breiten Rollout. Das Projekt dürfte sich bislang vor allem in Pilot- und Testphasen befinden.

Chancen und Grenzen der Standardisierung

Der Versuch, regional geprägte Street-Food-Konzepte in eine standardisierte Systemgastronomie zu überführen, ist nicht neu. Beispiele wie Pizza oder Tex-Mex zeigen, dass sich solche Produkte durchaus global skalieren lassen.

Beim Döner ist diese Entwicklung jedoch noch nicht abgeschlossen. Unterschiede in Rezepturen, Zubereitung und regionalen Vorlieben stellen weiterhin eine Herausforderung für ein einheitliches Franchise-Modell dar.

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