Green Club nimmt nach der Sanierung einen neuen Anlauf zur Franchise-Marke. Der Bowl-Lieferdienst aus Essen hat auf seiner Website eine eigene Franchise-Rubrik eingerichtet. Für Interessierte bleibt vorerst der Eintrag beim Deutschen Franchiseverband die wichtigste Informationsquelle: Er nennt eine Investition von 350.000 Euro.
Green Club entstand am 1. Januar 2024 aus der Fusion von Pottsalat, gegründet in einer ehemaligen Pommesbude in Essen, und dem rheinischen Lieferdienst MaKE. Die Marke liefert Salate und Bowls, Kund:innen stellen sie aus mehr als 70 Zutaten selbst zusammen. Geführt wird die Green Club GmbH von Tobias Drabiniok und Peter Falk.
Green Club: vom Expansionsplan in die Eigenverwaltung
Im Herbst 2024 zählte Green Club 12 Standorte und peilte mittelfristig 50 Filialen an, die Mehrheit mit Franchisepartner:innen. Frankfurt am Main und Mainz liefen damals bereits als Partnerbetriebe.
Im Dezember 2024 beantragte das Unternehmen dann ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Ende Juli 2025 hob das Amtsgericht Essen das Verfahren auf. Bonn und Münster wurden geschlossen.
Seit Juli 2026 gehört Green Club wieder vollständig den beiden Geschäftsführern. Sie haben die Anteile des Investors Dirk Schneider übernommen. Die Phase der Unsicherheiten liegt hinter uns“, erklärt Tobias Drabiniok, Geschäftsführer von Green Club, im Gespräch mit dem Fachmagazin foodservice.
Neun Städte, ein Partnerbetrieb in Mannheim
Auf seiner Website nennt Green Club inzwischen neun Städte: Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Mannheim, München und Stuttgart. In München betreibt sie seit 2025 zwei Stores, einen davon nach der Übernahme des Bowl-Konzepts Heartbeet. Zum Ende der Sanierung beschäftigte das Unternehmen mehr als 350 Mitarbeitende und belieferte über 25 Städte.
Frankfurt und Mainz tauchen in der Liste nicht mehr auf. Laut Impressum führt in Mannheim mit der Foodie Call GmbH eine eigene Gesellschaft den Standort. Für Interessierte stellt sich damit die Frage, was aus den beiden früheren Partnerbetrieben geworden ist und unter welchen Bedingungen die Zusammenarbeit beendet wurde.
Die Konditionen laut DFV-Systemprofil
Konkrete Zahlen liefert bislang nur das Systemprofil beim Deutschen Franchiseverband. Es nennt 2021 als Startjahr des Franchisings.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gesamtinvestition | 350.000 Euro |
| Eigenkapital | 50.000 Euro |
| Einstiegsgebühr | 17.500 Euro |
| Laufende Gebühr | 6 % vom Umsatz |
| Werbegebühr | 2,5 % vom Umsatz |
Quelle: Deutscher Franchiseverband, Systemprofil Green Club
Gut zu wissen
Das DFV-Profil ist nicht datiert und weist noch 12 Standorte und drei Franchisepartner aus, also den Stand vor der Sanierung. Lassen Sie sich die aktuellen Konditionen, die Zahlen des Mannheimer Betriebs und die Lehren aus den Schließungen vor Abschluss des Franchisevertrags schriftlich geben
Green Club: was Interessierte jetzt prüfen sollten
Das Konzept ist seit mehreren Jahren am Markt etabliert: Lieferung in rund 60 Minuten, recycelbare oder Mehrweg-Verpackungen, dazu Abholung im Store und ein Catering-Geschäft für Unternehmen. Offen ist, wie Green Club das Franchise nach der Sanierung aufstellt.
Ansprechpartner für Franchise-Anfragen ist laut DFV-Profil Julian Herbst, erreichbar über die Zentrale in Essen. Sobald die Franchise-Seite mit Inhalten gefüllt ist, wird sichtbar, ob die Marke ihr altes Ziel von 50 Filialen wieder aufgreift oder vorsichtiger plant.











