EASYFITNESS will Werbeflächen in seinen Studios künftig über den Spezialisten Fitvertise vermarkten und die Betreiber:innen direkt am Erlös beteiligen. Für Franchisenehmer:innen entsteht damit eine mögliche zusätzliche Einnahmequelle. Sie kommt allerdings erst nach einer Pilotphase in eigenen Clubs, die im vierten Quartal 2026 beginnt.
Die Franchise-Fitnesskette hat mit Fitvertise, einem auf Fitnessstudios spezialisierten Werbevermarkter, einen Rahmenvertrag geschlossen. Er regelt die gemeinsame Vermarktung von Werbeflächen und Sonderformaten. Laut Mitteilung vom 23. Oktober 2026 zählt das Netz rund 180 Studios mit etwa 450.000 Mitgliedern. Im Firmenprofil derselben Mitteilung ist von knapp 200 Standorten die Rede. Laufzeit, Erlösanteile und Preise nennen die Partner nicht.
Pilotphase: Start in eigenen Clubs im vierten Quartal 2026
Zunächst testen die Partner das Modell in Studios, die EASYFITNESS selbst betreibt. Die Pilotphase soll zeigen, wie sich Werbeformate in den Alltag der Clubs einfügen und welche Abläufe dafür nötig sind. Auch die Vermarktung selbst steht auf dem Prüfstand, von der Ansprache der Werbekunden bis zur Abrechnung.
Erst danach öffnet die Kette das Angebot Schritt für Schritt für Franchisepartner:innen. Deren Teilnahmebedingungen stehen noch nicht fest. Sie sollen später im System kommuniziert werden, einen Termin dafür gibt es bislang nicht. Die Ergebnisse aus den eigenen Clubs bilden die Grundlage für den späteren Rollout.
Erlösbeteiligung: Was für Franchisenehmer:innen noch offen bleibt
Kern des Vorhabens ist die direkte Beteiligung der Studiobetreiber:innen an den Werbeerlösen ihres eigenen Standorts. Wie hoch der Anteil ausfällt und wie die Auszahlung läuft, bleibt offen. Auch Umsatzprognosen liefern die Partner nicht.
Für Franchisenehmer:innen heißt das: Die Idee verspricht zusätzlichen Ertrag, rechnen lässt er sich noch nicht. Offen ist ebenso, wie viel Aufwand der Betrieb der Werbeflächen im Studio verursacht und ob Sonderformate die Gestaltung der Räume berühren. Solche Fragen entscheiden darüber, ob sich die Beteiligung am Ende lohnt.
Nationale Reichweite: Das Studionetz als Werbeträger
Mit Standorten in ganz Deutschland könnte die Kette Werbekunden nationale Kampagnen ebenso anbieten wie regionale Aktionen. Fitvertise übernimmt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Angebote. Dabei berücksichtigt das Konzept vorhandene Flächen und die Gegebenheiten vor Ort.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, ein langfristig tragfähiges Vermarktungsmodell aufzubauen”, erklärt Dr. Karsten Happel, Geschäftsführer von Fitvertise. Für Werbetreibende entsteht so ein neuer Zugang zu den Mitgliedern der Studios. Fitvertise-Geschäftsführer Timo Spandl verweist darauf, dass Fitnessstudios für viele Menschen fester Bestandteil des Alltags sind. Genau diese regelmäßige Präsenz macht die Flächen für Marken interessant.
Gut zu wissen
Die Pilotphase läuft nur in eigenen Clubs von EASYFITNESS. Franchisepartner:innen steigen erst nach der Auswertung ein, zu Konditionen, die noch nicht feststehen.
Ausblick: Diese Signale sollten Interessierte beobachten
Für Interessierte am EASYFITNESS-Franchise bleibt die Werbevermarktung vorerst ein Zusatz, kein Baustein der Kalkulation. Drei Signale zeigen, wie ernst das Modell wird: die Ergebnisse der Pilotphase, der Zeitplan für die Öffnung und die Konditionen für Franchisepartner:innen.
Zu Expansionsplänen und Netzentwicklung der Kette haben wir zuletzt über die Franchise-Offensive von EASYFITNESS berichtet. Wer eine Mitgliedschaft im Netz erwägt, kann direkt beim System nach dem Stand der Werbevermarktung fragen.











